Artikel-Schlagworte: „Scham“
*Lächel*….. was ist das eigentlich?!
Wie oft bekommen Sexworker wohl e-mails mit Einzeilern wie “Kannst Du geil fi**en?”
Oder “Bist Du gut begehbar?” oder auch “Kannst Du gut bla*en?”
Gut auch die Frage “Gehst Du gut ab?”
Ich hab mir früher oft Gedanken drum gemacht, was man da wohl antworten könnte – oder besser:
Was ERWARTET solch ein Mann denn wohl für eine Antwort?
Was ist “geiler Sex” denn überhaupt?
Wie definiert man ihn denn?
Letztlich gibt es sehr viele Männer, für die ist geiler Sex, wenn man das Kondom weg läßt.
“Geil” ist immer dann, wenn eine Frau ihr Hirn – so überhaupt vorhanden – für eine Zeit in den Schrank legt und dem Mann suggeriert, sie will ALLES von ihm.
ALLES – das heißt in jedem Fall sein Sperma.
Auch seine Zunge und seinen Speichel.
Und auch, sie will alles GEBEN.
Ihre Intimität; ihre Gesundheit; alle ihre Körperöffnungen; ….
“Geil” bedeutet für viele Männer (vielleicht auch Frauen, aber davon kenne ich zu wenige), daß man sämtliche Risiken und Hemmungen ignoriert und völlig zum Tier wird.
Man soll einen Mann derart “begehren”, daß man ihn schlucken will; seinen Schw**z leersaugen und seine “Ars*hfo**e” auslecken und seine Spucke trinken will.
Und das natürlich nur bei IHM.
Er ist ja etwas Besonderes. Und natürlich völlig gesund.
Wenn ich als SW nun jedoch sage, daß mein Beruf es ja dann bedingen würde, dies mit JEDEM zu tun und daß es für mich nichts mit “geil” zu tun hat so etwas anzubieten, sondern vielmehr mit ausgesprochener Dummheit, dann gelte ich für viele als “UNgeil”.
Ich entspreche nicht der Gleichung Sperma+ Spucke+Dummheit=Geilheit, welche viele Menschen im Kopf für wahr halten.
Wie entsteht denn Lust?
Woher, bzw. wodurch wird man denn geil?
Ein Mann mit Erektion und Geldschein trifft auf eine SW.
Alleine dadurch wird vom Männchen oft schon vorausgesetzt, daß das Weibchen sabbernd und tropfend kaum noch zu halten ist und sich direkt auf das blanke Genital stürzt und stöhnend; seufzend und jaulend um die Gnade der Begattung fleht.
Für jene Menschen ist es vermutlich absolut unvorstellbar, daß es auch anders geil sein kann.
Daß es auch geil sein kann, sein Hirn tatsächlich auch beim Sex zu gebrauchen und durch kreatives, bewußtes und tiefes “sich-einlassen” das Gegenüber gezielt und wohltuend zu stimmulieren.
Für mich hängt auch vieles damit zusammen, ob man dem Gegenüber vertrauen kann.
Vertrauen, daß Grenzen und Tabus akzeptiert und respektiert werden.
Auch wird Sex meist “geiler”, wenn BEIDE bereit sind, sich zu öffnen; mitzumachen und Lust zu leben.
Den Spruch “Stille Wasser sind tief – und dreckig” kennen viele.
Ich habe es bereits bei vielen Männern so erlebt – und ich denke, auch ich selbst bin so dieser Typ.
Anfangs ist man noch vorsichtig; tastend; beobachtend…. man lernt sich kennen; versucht den anderen zu “fühlen” – nicht außen, sondern innen – und kommt sich näher.
Man beginnt, sich zu trauen; sich zu VERtrauen; sich zu öffnen und sich ein Stück weit auch hinzugeben.
“Offenbarung”…. – das trifft es vermutlich tatsächlich recht gut.
Es ist die Chance, sich langsam aufeinander einzulassen und sich einzustellen auf die Lust; die Erotik und die Sehnsüchte des Gegenübers. Sich zu öffnen für die Lust und sich einzulassen auf den Partner des Spiels.
Und DANN ist es möglich, Konventionen zu brechen.
Und dann ist es möglich, sein Inneres raus zu lassen und Träume auszuleben, die man selten einem Menschen anvertraut.
Hingabe zu erleben – beim anderen und bei sich selbst.
DANN IST ES GEIL.
Karin
Da hat es sich doch glatt schon gelohnt, daß ich mich auf Kaufmich registriert habe….
Habe eben eine Seite entdeckt, die wohl manchen Mensch im Medienwahnsinn entspannter machen kann.
Die Homepage für Fettfetisch
Liebe Grüße, Karin
Ich hab es sehr oft erlebt in Terminwohnungen oder in Wohnungen mit mehreren Mädchen und einem Betreiber.
Natursekt wurde gegen ein “Extra” von 30 – 60€ (manchmal sogar mehr) auch von Frauen angeboten, die so garnichts mit dieser Spielart anzufangen wußten, oder sich gar ekelten.
Meist wurde der nackte Gast ins Bad geführt, wo er sich in häufig verdammt unbequemer Art auf den kalten Duschenboden “falten” sollte.
Das Mädel balancierte dann irgendwie auf dem Rand und drückte ein paar Tröpfchen des begehrten Nasses über den Mann.
Fertig.
Er sollte sich dann auch bitte sofort gründlich waschen und sauber wieder ins Zimmer zum Bett kommen.
Durch diese “Aktion” ist natürlich jedwelcher erotische Effekt – so er denn überhaupt da war – völlig dahin und man beginnt im Zimmer bei Null.
Ich habe nie verstehen können, warum sich Männer mit solchen Kompromissen abfinden.
Da ich selbst auf NS-Spiele stehe, kenne ich die Phantasien und Sehnsüchte hinter diesem Wunsch und biete somit – seit ich autonom und in eigenen Räumen arbeite – Natursektspiele im Bett an.
Als safer arbeitende Dienstleisterin ausschließlich aktiv – deshalb aber gewißlich nicht weniger leidenschaftlich.
Viele Männer tragen die nassen Phantasien schon jahrelang mit sich herum und schämten sich bisher, sich jmd. anzuvertrauen.
Andere leben ihren Fetisch schon sehr lange aus.
Manche mögen es gerne im Gesicht; andere möchten drin baden; wieder andere kriegen nicht genug davon und Weitere wollen sich erst mal langsam heran tasten und ausprobieren, wo ihre Grenzen liegen.
Man kann sich gut vorab darüber unterhalten, was einen treibt; wonach es einen sehnt; was man mag – und vor allem, was nicht.
Da ich keinerlei Berührungsängste mit meinem eigenen Urin habe, genieße ich es, das Naß ins erotische Spiel mit einzubauen.
Es ist schön, einen Mann in unerwarteten Momenten; in außergewöhnlichen Positionen mit einer kleinen – auch schluckgerechten – Portion des Ersehnten zu überraschen.
Es ist schön zu sehen, wie ein Mann seine Hemmungen und letztlich auch seine Kontrolle verliert.
Es ist schön, einen Mann in Tiefe, Vertrauen und Vertrautheit zu erleben – und doch zu wissen, er kann nach diesem seelischen Ausflug unberührt wieder in sein Leben zurück.
Ich freue mich immer wieder, wenn ein Mann es wagt, seinen ersten Natursektversuch mit mir zu machen.
Zu erleben, wie er sich zunehmend weiter wagt und zunehmend mehr sein Inneres zu leben wagt.
Hiermit fordere ich auf, Träume zu leben – und nicht das Leben zu träumen.
Karin
Ich habe jetzt eine Jalousie am Fenster.
Da doch immer mal wieder der eine oder andere Gast einen zweifelnden Blick zu meinem Fenster geworfen hatte – und nun auch meine Nachbarwohnungen wieder Mieter haben – habe ich mich entschlossen, wenigstens das Fenster zum Hof (und somit zu den umgebenden Wohnungen) blickdicht zu machen.
Hell ist und bleibt es dennoch, da ja im Haus gegenüber kein Mensch ist und ich somit an den großen Fenstern nach wie vor die Sonne aufs Bett scheinen lassen kann – wenn sie sich in diesem Sommer doch mal endlich wieder hinter dem Grau hervor traut
Ich lade hiermit also auch die vorsichtigen und weniger exibitionistischen Gäste ein, gerne einmal wieder bei mir zu Besuch zu sein.
Herzliche Grüße, Karin
Ein wahnsinns Thema.
Wie oft schlägt man Zeitschriften auf und liest wahlweise von unglaublichen Sexerlebnissen – oder auch von Tipps für frustrierte Paare, um ihr (Ehe-)Leben wieder aufzupeppen.
Man liest von der sexistischen Jugend, die viel zu früh anfängt.
Im Fernsehen werden unglaublich viele Produkte merkwürdig obskur über sexuelle Reize angepriesen.Es gibt in kaum einem Spielfilm mal keine Sexszene….
Wir werden überrannt von sexuellen Botschaften; guten Ratschlägen und der „Information“, wie toll; befriedigend; außergewöhnlich und exotisch es all die anderen tun…..
Und was ist die Realität?!
Wie viele meiner Blogleser und deren Nachbarn; Kollegen; Freunde HABEN denn nun diesen außergewöhnlich befriedigenden Sex?
Wer wagt es denn WIRKLICH, Zuhause seine intimsten Träume; Phantasien – aber auch Ängste und Hemmungen – auszusprechen?
Sind wir es wirklich geübt, unsere Sexualität frei zu leben?
Was IST denn „freie Sexualität“ überhaupt?
Oft begegnen mir Menschen, denen es unglaublich schwer fällt, überhaupt die Begriffe für Geschlechtsorgane oder sexuelle Praktiken auszusprechen.
Wir haben es nicht gelernt, unsere Empfindungen und Sehnsüchte in richtige Worte zu kleiden.
Auch haben viele Angst, der Partner könne die Achtung verlieren oder sich genötigt fühlen, Dinge zu tun, die er nicht möchte.
Aber wenn man nicht REDET,wird man das nie erfahren.
Es gilt ja schließlich für BEIDE Seiten.
Nicht nur Männer haben Sehnsüchte, Träume und erotische Phantasien – auch Frauen haben Lust. Auch, wenn es oft anders scheint.
Es fehlt an der Kommunikationsfähigkeit der Menschen.
Guter Sex wächst nicht am Baum. Man lernt ihn auch nicht aus Zeitschriften.
Paare müßten ihn sich SCHAFFEN – indem sie offen und ehrlich zu dem stehen, was sie sind und brauchen.
Und da nutzt die ganze Sexualisierung der Medien nix.
Ich bin dankbar, daß ich durch meine Arbeit mit Menschen mit Behinderung habe erfahren dürfen, daß Sex nicht zwingend Penetration ist.
Sex kann so vieles sein.
Sex kann auch schon sein, den anderen ins Ohr zu beißen.
Oder sich zu streicheln.
Oder beim Fernsehen nackt und ineinander verschlungen den Duft des Partners zu atmen.
Für viele Menschen ist Sex = Druck.
Man MUß den anderen befriedigen – koste es, was es wolle. Nur DANN ist Sex gut.
Männer haben Panik, sobald die Erektion nicht funktioniert, wie sie befürchten, daß es sein sollte. Die Ausdauer; die Stimmung; das Ambiente;….
Frauen fühlen sich oft „in der Pflicht“….
Wie soll das schön sein können?!
Was ist schlimmer?
Den „Schein“ zu wahren und verkrampft zu kopulieren, weil nur DAS Sex ist?
Oder sich WAGEN; sich trauen, sich zu offenbaren und zu dem zu stehen, was man WIRKLICH braucht?!
Jenny
Da rief mich letzte Woche ein ganz lieber Gast an und entschuldigte sich, daß er sich so lange nicht gemeldet hatte….
Er würde schon so lange gerne mal wieder kommen, aber die Geschäfte laufen so schlecht.
Außerdem sei es ihm peinlich – er könne doch nicht mit „nur“ 50€ zu mir kommen……
Aber das sei das Höchste, das er im Moment ausgeben könne.
Natürlich war er mir trotzdem herzlich willkommen und ich hab mich gefreut, ihn nach 2 Monaten wieder zu sehen.
Kann das sein, daß es Männern peinlich ist, mit „geringen Beträgen“ zu Frauen wie mir zu kommen?
Ist das tatsächlich ein Grund, dann lieber überhaupt nicht zu kommen?
Lieber zu warten und zu sparen, bis man nach Monaten endlich das Geld für 1 oder 2 Std. zusammen hat?
Gehen Männer lieber seltener und dafür länger? Oder auch mal öfter – und dafür kürzer?
Und warum ist ein „geringer Betrag“ peinlich?
Wir bieten doch oft unseren Service ab 50€ an – dann gibt es doch keinen Grund, dieses Angebot nicht auch zu nutzen…..
Die Marktlage in D ist für viele schwierig geworden; da werden viele in Bezug auf Ausgaben vorsichtig – zu Recht. Viele sind Geringverdiener; andere haben einfach viele Fixkosten.
Aber haben Männer Angst, sich zu „blamieren“, wenn sie für 50€ kommen? Oder denken sie, sie beschämen die Frau? Oder ist es Angst vor einem „schlechten Service“?
Man kauft doch auch kein ganzes Brot, wenn man Lust auf ein Brötchen hat…..
Liebe Grüße, Jenny