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Artikel-Schlagworte: „nachdenklich“

Sternzeichen; Horoskope; Astrologie….. – meist gilt dieser “Hokuspokus” eher als “Frauenthema”.
Nur sehr wenige Männer befassen sich damit intensiv, bzw. sind diesbezüglich neugierig und offen.

Manches Mal finden sich in Freierforen aber auch diesbezügliche Anmerkungen in Berichten.
Vornehmlich zielen diese Berichte auf die Qualitäten von Skorpion-Frauen; deren Lust, Trieb, Ungehemmtheit und Tabulosigkeit.
Somit haben offensichtlich auch Männer ein Gefühl dafür, daß manche Sternzeichen wohl doch anders sind, als andere.

Nun bin ich zwar keine Skorpionfrau – aber ich bin Zwilling. Und das gerne.

Ich bin neugierig, aufgeschlossen, kommunikativ und ich mache gerne neue – auch  bislang unvorstellbare – Erfahrungen.
Ich mache jedoch ungerne immer wieder dieselben, bereits gelernten und verstandenen unguten Erfahrungen.

Anfangs dachte ich, das kann doch garnicht sein, daß man ein Sternzeichen prinzipiell nicht versteht, bzw. mit dessen Art der Umsetzung von Sexualität nicht zurecht kommt.
Anfangs dachte ich, ich sei evtl. “vorbelastet” durch manche Antworten eines Gastes; durch meine eigenen Vorbehalte; mein eigenes Denken; meine eigene Erwartung an das Kommende.
So hörte ich auf, gewisse Fragen im Vorfeld zu stellen.
Allerdings stellte ich dadurch fest, daß dies keinen Unterschied macht.

Wenn ein Zusammensein für mein Gefühl sehr eckig und mit Mißverständnissen erfüllt verlaufen ist, dann kann ich inzwischen 150% sicher sein, immer auf das selbe Sternzeichen getroffen zu sein – auch, wenn ich das vorher nicht wußte.

Auch Mails, welche gerne erst Wochen nach dem Treffen an mich geschickt werden mit Inhalten wie

* Du lügst auf deiner Homepage – das stimmt doch alles so gar nicht.

* Ich empfehle dir, x und y von der Homepage völlig zu streichen – so habe ich das nicht bekommen
(es war “so” vorher auch garnicht abgestimmt)

* Deine Fotos sind doch garnicht aktuell. Nimm sie von der Seite.
(bei meinen FAQ steht, daß die Fotos teils aus 2009 sind – man weiß dies also)

* Du bist doch garnicht so warmherzig und lustvoll – sei gefälligst ehrlich auf deiner Homepage.
(nein, wenn ich gebissen, gezwickt, gekniffen und wund gerubbelt werde und man meine Bitte um andere Art der Stimmulation ignoriert, dann bin ich gewißlich nicht mehr warmherzig. Ist das verwerflich?)

* Ich bin mir sicher, ich bin dir in keinster Weise negativ aufgefallen und ich habe mich absolut korrekt verhalten – deshalb ist dein schlechter Service besonders verwerflich.
(Wenn dem so wäre, hätte ich mich nicht derart zurück gezogen und Berührungen vermieden. Auch hätte ich nicht mehrfach gesagt, daß mir diese “Zärtlichkeiten” nicht gut tun)

Und so Weiter……

Es ist für mich immer wieder traurig und schade, wenn das passiert.
Meine Philosophie ist eine andere – aber mit manchen Menschen ist es, als spräche man verschiedene Sprachen und keiner ist in der Lage den anderen zu verstehen.
Der Mann empfindet sich als besonders einfühlsam – und ich fühle mich zum Davon laufen, weil seine “Zärtlichkeit” für mich einfach nicht “zart” ist.
Dies ist scheinbar nicht zu ändern – aber vielleicht zu vermeiden.

Ich stehe hier offiziell und öffentlich dazu, daß ich mit Männern, welche im Sternzeichen Fische geboren sind, nicht zurecht komme.

Ich bitte darum, daß sich Fische-Männer besonders gut überlegen sollten, mich zu besuchen.
Speziell jene, welche bereits Tantra-Seminare, Entspannungs-Wochenenden oder ähnlich Spirituelles erlebt haben und ihre Fähigkeiten gerne an mir zum Ausdruck bringen möchten.
Jenen Männern ist anzuraten, sich eine andere Dienstleisterin zu suchen – ich kann nahezu garantieren, deren hochgesteckten und unrealistischen Erwartungen nicht gerecht zu werden.
Auch empfinde ich herrisch und befehlend formulierte “Ratschläge” in Mails als nicht angemessen und deutlich aus der falschen Perspektive verfaßt.

Sollte man nun glauben, es sei doch einfach, beim Sternzeichen zu schwindeln, so kann ich nur betonen, daß man dennoch spürt, daß Disharmonien vorhanden sind.
Und somit schneidet sich der Mann bewußt und eigenhändig selbst ins Fleisch.
Und ich lasse mich nicht in die Garantiepflicht nehmen, “professionell” genug zu sein, alles mit mir machen zu lassen für Geld.
In diesem Punkt bin ich gerne unprofessionell und menschlich.

Karin

Grad eben rief wieder ein Mann an.

Kein Name; kein Hallo; keine Höflichkeit.
Stattdessen ein genuscheltes “Ich hab Ihre Anzeige gesehen und will Sie sehen. Sie haben doch da so ne coffee-time oder so….. Wann?”
Egal, was ich gesagt hab, oder gefragt – es wurde genuschelt und es war nichts Konkretes herauszubringen.
Ich sagte, bevor ich einen Termin vergäbe, würde ich doch zumindest gerne einmal den Vornamen erfahren….. – nichts.
Ob er denn auch meine Seite gelesen hätte und wüßte, was ich anbiete und wie ich so ticke….
“Fußerotik” – das war das Einzige, das er daraufhin nuschelte…..

Ich muß zugeben… – wenn man den Beruf nicht vordergründig des Geldes wegen macht; wenn man nicht geldgeil und wahllos ist…. – dann machen es einem solche Männer verflixt schwer, einen Grund zu finden warum man gerade ihn denn gerne treffen wollen könnte…..

Klar – es war ja alles gesagt, was ich wissen mußte:
Er wollte pay6; Fußerotik und ich sollte ihm sagen, wann, wo und wie lange….
nur…. – das tue ich nicht.

Ich wünsche mir Gäste, die freiwillig kommen.
Gäste, die wissen, weshalb sie gerade zu mir kommen mögen.
Gäste, die die “Zähne auseinander bekommen” und mir gerne sagen mögen, was sie sich denn von mir wünschen – damit ich ihnen denn auch geben kann, wovon sie träumen.
Gäste, die selbst bestimmen, wie viel Geld ihr Budget denn hergibt und die nach einem Besuch bei mir das Gefühl haben können, es war gut. – und sich nicht die Frage stellen müssen, wovon sie denn nun wohl tanken sollten…
Auch möchte ich mich mit meinen Gästen wohl fühlen; eine gute Zeit verbringen und das Gefühl haben “es paßt”.

Nun gut…. – nachdem ich von diesem Anrufer nun doch gerne ein paar Sätze mehr gehört hätte, nuschelte er dann, er rufe wohl besser anderwann nochmal an.
Er sei noch im Büro und da könne man nicht so gut reden…..
- was dann auch das kaum verstehbare Genuschel erklärte. Nicht jedoch, weshalb er mir nicht mal seinen Vornamen sagen wollte…

Ein anderer Anrufer, der mir mit seiner ungewöhnlichen Telefonnummer auffiel und den ich danach fragte, leitete das Gespräch mit den Worten “Du brauchst keine Angst zu haben” ein….. – was natürlich auch nicht gerade vertrauensfördernd ist. Auch nicht, wenn hinzu kommt, daß er sehr lange gebraucht hatte, bis er seinen Vornamen “wußte”…..

Manchmal finde ich es schon etwas eigenartig, in welcher Weise oder unter welchen Vorraussetzungen Männer bei Sexworkern anrufen.
Im Büro – wenn laufend Mitarbeiter herein stürmen
Im Auto – bei 180 auf der Autobahn
Auf der Toilette – kurze Pause in einer Arbeitsbesprechung
In der Fußgängerzone – wenn die Frau grad im Kaufhaus bummelt

Die Voraussetzungen sind verdammt ungünstig, wenn man über seine sexuellen Vorstellungen sprechen soll oder sich einen Zettel zur Hand nehmen, um eine komplizierte Anschrift zu notieren….

Schade manchmal… – pay6 ist nicht immer derart oberflächlich, anonym und zackzack, daß man solche Dinge “nebenher” vereinbaren sollte.
Karin

Da meine coffeetime doch immer wieder interessante, lustige, irrtümliche, dreiste und auch unverschämte Fragen aufwirft, möchte ich hier gerne etwas mehr dazu schreiben, als auf meine Homepage paßt:

Die Idee zur coffee-time entstand, weil ich oft und viele Gäste hatte, die – wenn sie schon mal hier waren – schnell merkten, daß man sich bei mir wohl fühlen und Dinge mit mir besprechen kann, für die es “draußen” meist keinen passenden Ansprechpartner gibt; für die Freunde zu wichtig und “Beratungsstellen” zu distanziert sind oder Ärzte zu wenig Zeit haben.

War man(n) erst mal hier, kam es schnell zu angeregten Gesprächen die oft sehr intim wurden und es kamen Themen auf den Tisch, deren Gedanken man schon so lange alleine wälzte, daß es gut tat, mal eine andere Meinung dazu zu hören.

So kam es vor, daß die Stundenbuchung mit Gespräch gefüllt wurde und wir BEIDE erschraken, als die Zeit um war.
Man konnte zwar verlängern und die Erotik kam dann auch nicht zu kurz – aber irgendwie war immer die Frage, wie man denn das nun berechnen könnte.

Mir selbst schien es dreist, für eine gute Unterhaltung das volle Honorar zu verlangen – und auch die Männer hatten ja garnicht damit kalkuliert und so gut sind die Zeiten nicht mehr, daß jeder grad mal 2 oder 3 Stunden voll bezahlen könnte, wo man sich doch “nur” gut unterhalten hatte.

So gingen viele Männer, ohne die 1 oder 2 Std. aufzustocken und ohne, daß ich mich hätte überwinden können, mein volles Honorar nachzuverlangen – und ich bin sicher, einige von ihnen kamen nur deshalb nicht mehr wieder, weil es ihnen rückblickend unangenehm war, das Gespräch; meine Zeit nicht finanziell gewertschätzt zu haben.

Ich hatte es schon so oft gelesen auf Escort Seiten.
Dort wird sehr oft unterschieden zwischen “Dinner-time” und “Private-time”.
Zeit für Theater/Essen und Zeit für Sex.

- gut… kochen …. das wollt ich nicht ;)
Aber Kaffee…. den gibts bei mir immer.

Und so kam die coffee-time.
Zeit für das “angezogene-auf-dem-Sofa-sitzen-und-reden-ohne-anfassen” vor oder nach dem eigentlichen Treffen. Also immer in Bezug zu einer erotischen, voll-honorierten Zeit.

Der Gedanke war einfach, das Reden vor oder nach der Erotik finanziell ausgewogener für beide Seiten zu machen.
Ich kann leichter um eine Nachzahlung bitten, weil der Betrag fairer ist – und die Gäste können dies auch leichter tragen.
So fühlen sich beide Seiten dem Gegenüber gerechter und man kann sich ungezwungen auch mal auf tiefere Themen einlassen, ohne daran zu denken, daß die Stunde zu teuer ist.
Ich sehe dies als Entgegenkommen an jene Gäste, die gern zu mir kommen, weil ich bin wie ich bin.

So weit – so gut.

Nun gibt es immer wieder Menschen die lesen “coffee-time 60€”…. ja super!!! Geiz ist geil…..
Da ruf ich doch mal an…..

Ein Mann fragte mich mal nach coffee-time im Sinn von “Er sitzt auf dem Sofa und onaniert – 15min. also 15€” wann er denn kommen kann?

Oder “Ich hab da ein Problem. Kann ich mal 20min kommen und kurz mit dir reden?”

Oder “Ich glaub mein Penis ist “kaputt”. Kann ich mal kurz 10min. kommen und Du guckst ihn dir an?”

- diese Menschen verstehen dann immer nicht, daß ich weder ein Arzt bin, noch eine “Dr. Sommer”, wo man mal für 10€ “kurz” vorbei kommt.
Und auch das “vor-mir-onanieren” ist Erotik – auch wenn man letztlich drüber streiten kann.
Aber ganz klar ist es NICHT “angezogen auf dem Sofa sitzen und reden”.

In der Praxis habe ich nun jedoch festgestellt, daß es tatsächlich viele Gründe gibt, warum manche Menschen wirklich nur mit mir reden möchten.
Und daß sich diese Menschen durch die preislich akzeptablere coffee-time animiert fühlen, mich auch konkret zu einem Gespräch zu bitten.

Ich habe öfter Anfragen von Wohnheimen für Senioren oder Menschen mit Behinderung für ein Gespräch.
Oder Menschen aus Foren, mit welchen ich mich online gut verstehe – die mich einfach mal so gern kennenlernen mögen.
Seminare oder eine Art Beratung bzgl. Sexualbegleitung; Gespräche mit absolute beginners, die es langsam angehen wollen; ..
Männer nach Prostata-OP, die gerne wissen möchten, wie sie Ehe-intern ihre Probleme lösen können bzw. eine andere Sexualität umsetzen können.
Männer mit verschiedensten Fetischen oder auch Transsexualität, die sich Austausch wünschen

Menschen, deren Themen mich durchaus interessieren und welchen ich gerne meine Erfahrungen und mein Ohr zur Verfügung stellen mag.

So bin ich nun an jenen Punkt gekommen, zu sagen
Ich biete coffee-time auch ohne Verbindung mit einer erotischen Zeit an.
Dann jedoch für mindestens 2 Stunden – also 120€
- mein Appartement ist auch zum Reden gemütlich hergerichtet und auch ich bin nicht im Jogging; ebenso wie es den meisten Themen auch von sich heraus gut tut, wenn man Zeit mitbringt.
Liebe Grüße, Karin

 

 

 

Sozialkompetenz…. – das Wort gefällt mir :)

Ich bekam es letzte Woche eher beiläufig um die Ohren geschlagen.

Tja…. – und da komme sogar ich, eine erfahrene und selbstsicher auftretende, reifere Frau ins Grübeln….

Der Hintergrund….
Wie oft hab ich hier unsichere Männer sitzen; ABs oder derzeit etwas vom Leben gebeutelte Männer, die auf der Suche sind nach neuen – oder anderen Wegen, ihr Leben anzugehen.
Die “Rollenverteilung” ist klar in diesen Fällen. Und ja – ich fühle mich sicher; ich fühle mich erfahren; ich fühle mich gewachsen, ein Ohr zu haben und meine Art zu denken; zu fühlen – oder auch meine Art Probleme und Sorgen anzugehen mit diesen Männern zu teilen.

Aber hier ist mein Heim; mein Wohlfühlbereich und mein(e) Beruf(ung).
Da ist es oftmals einfach, sich sicher zu fühlen.
Für den Gast ist es oft anders – er ist (zumindest anfangs) fremd.

Derzeit gehe ICH neue Wege; mache ICH mich auf, Neues zu versuchen; bin ICH es, die in “fremde Bereiche” geht.
Und nun bin ICH es, die erlebt und erfühlt, wie es ist, nicht im eigenen Wohlfühlzentrum zu sein.

Es ist eine erstaunliche Erfahrung, einmal Mut zusammen zu kratzen und sich etwas zu trauen, vor dem man sich Jahre gedrückt hat.
Etwas zu tun, wovor man Angst hatte und womit man vor (gaaaaanz) vielen Jahren einmal schlechte Erfahrungen gemacht hat.
Einfach los zu gehen und auszuprobieren, was sich ändert zwischen “Jugendlich” und “Erwachsen”.

Und so kann ich nun also auch einmal bemerken, wie das so ist mit der Sozialkompetenz.
Und ich stelle fest, daß ich noch viel zu tun hab.

Ich denke, ABs; Menschen mit Behinderung; Sexworker; Alleinerziehende; (Arbeitslose; Alkoholabhängige; Stotterer; ……) – man muß nicht jeden aufzählen -  haben irgendwie alle eine Gemeinsamkeit.
Das Leben prägt.
Erfahrungen und Zurückweisungen verletzen.
Medien schaffen ein Randgruppen-Bild.
Und irgendwann wird aus all dem, was “die Gesellschaft” behauptet – also in TV; Radio; Print oder auch was irgendwo auf der Straße getuschelt wird – mehr.
Es ist nicht mehr ein “andere denken”, sondern es wird zu einem “ich fühle”.

Es ist ungemein schwer, so sehr bei sich sein und bleiben zu können, daß man davon unberührt bleibt.
Und ich glaube, es ist egal, zu welcher “Randgruppe” man zählt – es trifft jeden gleich empfindlich.
Gerade dann, wenn man doch lieber raus ginge und Freunde fände.
Vorurteile gibt es über jede Gruppe gleich schmerzhafte.

Ich habe nicht nur bei fast allen ABs die ich kennenlernte festgestellt, daß sie meist das Selbe über sich denken.
* ich bin nicht schön genug
* mein Penis ist sicher zu klein; zu dünn; zu kurz; nicht ausdauernd genug
* ich bin nicht klug genug
* ich bin halt kein Frauentyp
* ich bin nicht interessant genug
* ich stell mich garantiert sau blöd an….

Dieses Denken ist schade – denn meist stimmt es schlicht überhaupt nicht.
Aber dadurch, daß man sowas über die Jahre selbst zu glauben beginnt, verhält man sich entsprechend und zieht sich zurück.
Folglich hat man keine Kontakte und folglich keine Frau – auch zukünftig nicht.
Auch, wenn man in Wahrheit durchaus ganz passabel aussieht und auch sonst ganz “normal” ist.

Es kann nur der mutige Schritt nach vorne helfen; ein Schritt hin zur Angst.
Ein Schritt dahin, wovor man am meisten Angst hat.
Und das Glück festzustellen, daß es doch ganz anders ist, als man dachte/fühlte.
Und wenns beim ersten Schritt nix hilft, dann noch den 2. oder 3. zu gehen.

Auch der Beruf der Sexworker ist bekanntermaßen mit Vorurteilen behaftet.
Und offensichtlich gibt es genug SW, die ein eher einsames, zurückgezogenes Privatleben führen.
Was soll man denn sagen, wenn man nach seinem Beruf gefragt wird?
Wie reagieren gerade andere Frauen auf eine ehrliche Antwort?
Wie oft finden das Männer dann so faszinierend, daß aus einer beginnenden netten privaten Freundschaft ein SW-/Freierverhältnis werden soll.
Oder es kommt wahlweise zum Effekt des “exotischen Tiers im Zoo”, bzw. der offenen Feindschaft gegen die “Konkurenz”.

Andererseits – es gibt auch Menschen, die entweder garnicht nach dem Beruf fragen, oder schlicht “gelassen” drauf reagieren.

Und so kann man also auch als SW an seiner Sozialkompetenz arbeiten ;)

Ich ganz persönlich stelle fest, daß es glücklich und zufrieden macht, sich zu trauen.
Es geht mir zur Zeit verdammt gut.
Ich traue mich Dinge, die ich zwar schon immer wollte – vor welchen mich jedoch meine Angst abgehalten hat.

Der erste Schritt ist schwer – und meist hilft ja nur, wenn der Leidensdruck schlimmer weh tut, als die Angst.
Aber wenn er gelungen ist, dann möcht man eigentlich nicht mehr langsame und zögerliche Schritte machen, sondern losrennen :)

*********************************************************

Zum Thema “losrennen” muß ich jedoch sagen, daß dieses Gefühl mit Vorsicht anzugehen ist.
Ein AB, den ich kenne, bringt mich zur Zeit sehr zum Nachdenken.

Jahrzehntelang hatte ihn seine Hemmung und Angst abgehalten, sich Frauen zu nähern (er war, wie viele ABs immer nur der “gute Freund”).
Nun hatte er erste Erfahrungen mit pay6 und es gefiel ihm ausgesprochen gut.
Seine Angst und Hemmungen sind verflogen und es treibt ihn zu immer neuen Erfahrungen.

Zugegeben – Frauen sind spannend ;)
Und jede ist anders.

Aber man kann nicht wirklich 20 Jahre Erfahrung in ein paar Wochen aufholen und man kann auch nicht ALLES erleben; ALLES fühlen; ALLES schmecken; ALLES riechen; ALLES versuchen.
Auch dann nicht, wenn man durchaus gut rennen kann.

Das Hochgefühl treibt nach vorne – der Geldbeutel klagt.
Vermutlich muß man Sozialkompetenz auch lernen…..
Oder auf eine SW treffen, die auch NEIN sagen kann.
Liebe Grüße, Karin

 

Da war eben wieder so ein Anruf, die mich immer nachdenklich werden lassen….

Einsamkeit…..
Ausgegrenzt sein….
Nicht “vollwertig” sein…..

Wie viele Menschen in Deutschland leben alleine und ohne Freunde irgendwie vor sich hin…
Man sehnt sich nach jemandem, der mal zuhört; da ist; einen versteht….
Man wünschte, es würde klingeln und es stünde jemand vor der Türe, der dein Freund sein will…..
- oder vielleicht sogar der Partner für´s Leben…

Viele gehen erst garicht raus und hadern dennoch, daß solch ein Wunder nicht geschieht.
Andere wagen diesen Schritt – und gehen dennoch wieder alleine und einsam wie zuvor nach Hause….

Ich denke immer, irgendwas läuft schief in unserer Zeit.
Viele Menschen haben das Gefühl, nicht “wert” zu sein, irgendjemandes Freund oder Partner zu sein; nicht schön genug; nicht interessant genug; nicht reich genug; nicht aktiv genug; nicht intelligent genug; ….
- und bleiben für sich……

Ich hatte einen verzweifelten Anruf einer verzweifelten Mutter.
Ihr Sohn sei nach einem Unfall behindert und sehr einsam.
Er sehne sich nach einer Partnerin – oder doch wenigstens nach Freunden.
Alleine kann er nicht mehr “raus” – seine Behinderung erfordert Begleitung.
Und mit seiner Mutter gemeinsam in eine Kneipe…. – wie soll man so Menschen kennen lernen…

Wie und wo kann ein Mann im besten Alter andere Menschen kennen lernen?
Wie kann er eine Partnerin finden?
Oder auch – wer hilft ihm zumindest, ab und an seine Lust auf Nähe; Zärtlichkeit und Wärme zu stillen?

Sie rief aus Franken an.
Ich kenne dort keine Kollegin, die auch mit Menschen mit Behinderung arbeitet.
Und ich kenne dort auch keine Menschen, die einen wohl netten Mann in ihre Clique aufnehmen wöllten.
Die Mutter bat mich, sie anzurufen, sollte ich irgendetwas noch so geringes erfahren, das ihrem Sohn aus der Einsamkeit helfen könnte.

Vielleicht lesen hier ja doch auch noch ein paar Franken mit oder eine Kollegin – Näheres gerne per Mail oder Anruf.
Ich würde mich sehr freuen.
Liebe Grüße, Karin

Ich habe eben im Forum auf MyHandicap die Frage gelesen, “Warum läßt Gott Behinderung zu”.
Eine Antwort darauf war folgende:

Die meisten Frauen werden durch Zufall Mutter, manche freiwillig, einige unter gesellschaftlichem Druck und ein paar aus reiner Gewohnheit.

Dieses Jahr werden 100 000 Frauen Mütter von Kindern mit einer Behinderung.

Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, nach welchen Gesichtspunkten die Mütter dieser Kinder ausgewählt werden?

Ich stelle mir Gott vor, wie er über der Erde schwebt und sich die Werkzeuge der Arterhaltung mit größter Sorgfalt und Überlegung aussucht. Er beobachtet genau und diktiert dann seinen Engeln Anweisungen ins riesige Hauptbuch.

“Neumann, Lisa: Sohn. Schutzheiliger: Matthias.
Förster, Ute: Tochter. Schutzheilige: Cäcilie.
Bollmann, Karola: Zwillinge. Schutzheiliger? Gebt ihr Gerard, der ist es gewohnt, dass geflucht wird.”

Schließlich nennt er dem Engel einen Namen und sagt lächelnd: “Der gebe ich ein Kind mit einer Behinderung.”

Der Engel wird neugierig: “Warum gerade ihr, o Herr? Sie ist doch so glücklich.”

“Eben deswegen”, sagt Gott lächelnd. “Kann ich einem behinderten Kind eine Mutter geben, die das Lachen nicht kennt? Das wäre grausam.”

“Aber hat sie denn die nötige Geduld?” fragt der Engel.

“Ich will nicht, dass sie zuviel Geduld hat, sonst ertrinkt sie in einem Meer von Selbstmitleid und Verzweiflung. Wenn der anfängliche Schock und Zorn erst abgeklungen sind, wird sie es tadellos schaffen. Ich habe sie heute beobachtet. Sie hat den Sinn für Selbständigkeit und Unabhängigkeit, die bei Müttern so selten und so nötig sind. Verstehst du: das Kind, das ich ihr schenken werde, wird in seiner eigenen Welt leben. Und sie muss es zwingen, in der ihren zu leben, das wird nicht leicht werden.”

“Aber, Herr, soviel ich weiß, glaubt sie nicht einmal an dich.”

Gott lächelt. “Das macht nichts, das bringe ich schon in Ordnung. Nein, sie ist hervorragend geeignet. Sie hat genügend Egoismus.”

Der Engel ringt nach Luft. “Egoismus? Ist das denn eine Tugend?”

Gott nickt. “Wenn sie sich nicht gelegentlich von dem Kind trennen kann, wird sie das alles nicht überstehen. Diese Frau ist es, die ich mit einem Kind beschenken werde, das besondere Hilfe braucht. Sie weiß es zwar noch nicht, aber sie ist zu beneiden. Nie wird sie ein gesprochenes Wort als etwas Selbstverständliches hinnehmen. Nie einen Schritt als etwas Alltägliches. Wenn ihr Kind zum ersten Mal Mama sagt, wird ihr klar sein, dass sie ein Wunder erlebt. Wenn sie ihrem blinden Kind einen Baum, einen Sonnenuntergang schildert, wird sie ihn so sehen, wie nur wenige Menschen meine Schöpfung sehen.

Ich werde ihr erlauben, alles deutlich zu erkennen, was auch ich erkenne – Unwissenheit, Grausamkeit, Vorurteile -, und ich werde ihr erlauben, sich darüber zu erheben. Sie wird niemals allein sein. Ich werde bei ihr sein, jeden Tag ihres Lebens, jede einzelne Minute, weil sie meine Arbeit eben so sicher tut, als sei sie hier neben mir.”

“Und was bekommt sie für einen Schutzheiligen?” fragt der Engel mit gezückter Feder.

Da lächelt Gott. “Ein Spiegel wird genügen.”

 

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Sowas kann mich nur nachdenklich machen:

Letztens schrieb mir ein Mann in einer PN, daß ich etwas zu offensiv meine Einstellung als “safer-Frau” verteidige; begründe und publiziere.
Aufklärung über sexuell übertragbare Krankheiten paßt scheinbar nicht zu einer Hure, die behauptet, lustvoll und geil zu sein.

Männer fürchten, daß man mit Sagrotanspray und Ganzkörperkondomen hantiert und völlig teilnahmslos daliegt – die einzige Aufmerksamkeit dem Kondom widmet, damit es bloß nicht einen Millimeter verrutscht……

Ich mache meinen Job schon länger und ja, ich bin stolz darauf, noch nie von einem Gast mit irgendetwas infiziert worden zu sein.
Ich weiß aber auch, daß man hierfür ebenso Glück braucht.
Sex mit vielen verschiedenen Partnern ist nicht zwangsweise gefährlich.
Auch “sich-lecken-lassen” führt zu keiner Krankheit, wenn man einige Kleinigkeiten beachtet.

Aber ich bemängle, daß nicht in Schulen und nicht von Eltern aufgeklärt wird; daß wichtiges Wissen über HIV und Hepatitis und auch die “kleineren” gut heilbaren Erkrankungen unterschlagen wird, mit blödsinnigen Begründungen wie Scham – oder vielleicht in meinem Job auch damit, daß weniger Geld zu verdienen wäre, wenn plötzlich alle Angst vor Ansteckungen vieler Art hätten.

Das ist doch pervers.

Leuten Infos zu “verharmlosen” oder “unwichtig zu erklären”, nur damit der Rubel rollt.
Die Frauen bieten oft aus Unwissenheit einen Service an, der ihre Gesundheit gefährdet und ruhen sich auf den paar Euro “Extra” aus.
Und die Männer regen sich auf, wenn denkende Frauen das “Extra” nicht wollen und glauben, diese seien spießig und verklemmt.

Es gibt so viele geile Dinge im Bett, die nicht gesundheitsgefährdend sind.
Wie viele Frauen blasen gottserbärmlich und mit Zahneinsatz – aber  “ohne”…. Die Männer regen sich über die mieße Qualität auf und bereuen das “Extra” – und die Frauen ekeln sich vielleicht; ein Teil von ihnen ist vielleicht krank und gibt dieses mehr oder weniger unwissentlich weiter.
Natürlich ist IMMER die Frau Schuld, wenn ein Gast krank wird.
Aber woher HAT es die Frau????

Frauen wie ich, die zu ihrer Meinung stehen, werden oft blöd angesehen oder angegriffen.
Aber Frauen, die still halten; sich manipulieren lassen; nicht informiert sind; sich benutzen lassen leiden im Stillen und sind trotzdem der Arsch, wenn was passiert.

Wie viele Menschen WISSEN über die Ansteckungswege der Hepatitis?
Über die Möglichkeiten der Kombi-Impfung?

Wer will noch was über AIDS wissen?

Wer wagt sich, seiner Frau zu gestehen, daß er den Tripper; Chlamydien; Syphillis; Pilz beim “ohne-Service” mit einer fremden Frau eingefangen hat?

Nur, weil man etwas nicht wissen will; es tot-schweigt; es verleugnet; nicht hin sieht, ist es noch lange nicht weg.
Das kleine-Kinder-Spiel funktioniert nicht mal bei Kleinkindern.
Nur wer hin sieht, kann für sich frei entscheiden, welches Risiko er eingehen will – und sollte dann auch dafür gerade stehen.

Das nennt man SELBSTVERANTWORTUNG.
Mehr will ich nicht.
Und dann gibt es auch keinen Grund, andere anzugreifen oder anderen die Schuld an etwas zuzuschieben.
Jenny

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