Artikel-Schlagworte: „Gedanken“
Sternzeichen; Horoskope; Astrologie….. – meist gilt dieser “Hokuspokus” eher als “Frauenthema”.
Nur sehr wenige Männer befassen sich damit intensiv, bzw. sind diesbezüglich neugierig und offen.
Manches Mal finden sich in Freierforen aber auch diesbezügliche Anmerkungen in Berichten.
Vornehmlich zielen diese Berichte auf die Qualitäten von Skorpion-Frauen; deren Lust, Trieb, Ungehemmtheit und Tabulosigkeit.
Somit haben offensichtlich auch Männer ein Gefühl dafür, daß manche Sternzeichen wohl doch anders sind, als andere.
Nun bin ich zwar keine Skorpionfrau – aber ich bin Zwilling. Und das gerne.
Ich bin neugierig, aufgeschlossen, kommunikativ und ich mache gerne neue – auch bislang unvorstellbare – Erfahrungen.
Ich mache jedoch ungerne immer wieder dieselben, bereits gelernten und verstandenen unguten Erfahrungen.
Anfangs dachte ich, das kann doch garnicht sein, daß man ein Sternzeichen prinzipiell nicht versteht, bzw. mit dessen Art der Umsetzung von Sexualität nicht zurecht kommt.
Anfangs dachte ich, ich sei evtl. “vorbelastet” durch manche Antworten eines Gastes; durch meine eigenen Vorbehalte; mein eigenes Denken; meine eigene Erwartung an das Kommende.
So hörte ich auf, gewisse Fragen im Vorfeld zu stellen.
Allerdings stellte ich dadurch fest, daß dies keinen Unterschied macht.
Wenn ein Zusammensein für mein Gefühl sehr eckig und mit Mißverständnissen erfüllt verlaufen ist, dann kann ich inzwischen 150% sicher sein, immer auf das selbe Sternzeichen getroffen zu sein – auch, wenn ich das vorher nicht wußte.
Auch Mails, welche gerne erst Wochen nach dem Treffen an mich geschickt werden mit Inhalten wie
* Du lügst auf deiner Homepage – das stimmt doch alles so gar nicht.
* Ich empfehle dir, x und y von der Homepage völlig zu streichen – so habe ich das nicht bekommen
(es war “so” vorher auch garnicht abgestimmt)
* Deine Fotos sind doch garnicht aktuell. Nimm sie von der Seite.
(bei meinen FAQ steht, daß die Fotos teils aus 2009 sind – man weiß dies also)
* Du bist doch garnicht so warmherzig und lustvoll – sei gefälligst ehrlich auf deiner Homepage.
(nein, wenn ich gebissen, gezwickt, gekniffen und wund gerubbelt werde und man meine Bitte um andere Art der Stimmulation ignoriert, dann bin ich gewißlich nicht mehr warmherzig. Ist das verwerflich?)
* Ich bin mir sicher, ich bin dir in keinster Weise negativ aufgefallen und ich habe mich absolut korrekt verhalten – deshalb ist dein schlechter Service besonders verwerflich.
(Wenn dem so wäre, hätte ich mich nicht derart zurück gezogen und Berührungen vermieden. Auch hätte ich nicht mehrfach gesagt, daß mir diese “Zärtlichkeiten” nicht gut tun)
Und so Weiter……
Es ist für mich immer wieder traurig und schade, wenn das passiert.
Meine Philosophie ist eine andere – aber mit manchen Menschen ist es, als spräche man verschiedene Sprachen und keiner ist in der Lage den anderen zu verstehen.
Der Mann empfindet sich als besonders einfühlsam – und ich fühle mich zum Davon laufen, weil seine “Zärtlichkeit” für mich einfach nicht “zart” ist.
Dies ist scheinbar nicht zu ändern – aber vielleicht zu vermeiden.
Ich stehe hier offiziell und öffentlich dazu, daß ich mit Männern, welche im Sternzeichen Fische geboren sind, nicht zurecht komme.
Ich bitte darum, daß sich Fische-Männer besonders gut überlegen sollten, mich zu besuchen.
Speziell jene, welche bereits Tantra-Seminare, Entspannungs-Wochenenden oder ähnlich Spirituelles erlebt haben und ihre Fähigkeiten gerne an mir zum Ausdruck bringen möchten.
Jenen Männern ist anzuraten, sich eine andere Dienstleisterin zu suchen – ich kann nahezu garantieren, deren hochgesteckten und unrealistischen Erwartungen nicht gerecht zu werden.
Auch empfinde ich herrisch und befehlend formulierte “Ratschläge” in Mails als nicht angemessen und deutlich aus der falschen Perspektive verfaßt.
Sollte man nun glauben, es sei doch einfach, beim Sternzeichen zu schwindeln, so kann ich nur betonen, daß man dennoch spürt, daß Disharmonien vorhanden sind.
Und somit schneidet sich der Mann bewußt und eigenhändig selbst ins Fleisch.
Und ich lasse mich nicht in die Garantiepflicht nehmen, “professionell” genug zu sein, alles mit mir machen zu lassen für Geld.
In diesem Punkt bin ich gerne unprofessionell und menschlich.
Karin
Es ist schon eigenartig…..
Früher gab es das nicht.
Früher wäre kein Gast auch nur auf die Idee gekommen, einer Sexworkerin ins Gesicht zu fassen; sie dort küssen zu wollen oder streicheln – schon garnicht ein völlig fremder Mann, der sich bereits an der Eingangstüre direkt auf das Gesicht der Öffnenden stürzt, um sofort und ohne Zeitverlust mit Anlauf die erste klare Grenze zu überrennen.
Auch wäre kein Mann auf die Idee gekommen, die Dienstleisterin an den Haaren zu packen um sie nach unten zu befördern oder ihr die Zunge ins Ohr zu bohren um auch dort irgend Etwas von ihr auszusaugen….
Heute passiert dies immer öfter und immer selbstverständlicher.
Ich hatte es einige Monate auf meiner Homepage stehen – nachdem ein besonders fordernder und grenzenloser Mann mich pöbelnd darauf hingewiesen hatte, daß “sowas” auf einer Homepage zu stehen hat. (Vermutlich damit es auch Männer wie er begreifen können, die von alleine keinen Anstand besitzen)
Eine ganze Weile hatte ich dort dann klar formuliert, daß ich keine Berührungen am Kopf wünsche.
Aber es stimmt so doch garnicht.
Und es hat all jene liebevolle und zärtliche Gäste irritiert und erschreckt, welche ich doch sehr gerne bei mir habe und deren Liebkosungen ich durchaus schätze.
Warum fällt es manchen Männern heute so schwer, Grenzen (an)zu erkennen und sich auch einmal in ihr Gegenüber einzufühlen?!
Bedeutet Dienstleisterin zu sein heute tatsächlich, völlig und komplett käuflich zu sein?
Und selbst wenn dies so wäre – gilt ein “Kaufvertrag” nicht erst dann als abgeschlossen, wenn man sich einig ist und das Honorar bereits bezahlt wurde?
Glauben manche wirklich, daß man mit Geld alles kaufen kann????
Sind es die sehr freizügigen Gepflogenheiten in vielen Clubs, die Männer dazu veranlassen zu glauben, daß das so auch in Privatwohnungen funktioniert?
(Kostenloses) Anblasen auf dem Sofa im öffentlichen Bereich – vor der klaren Einigung zum Zimmergang?!
Küssen als Standardleistung?!
Einfach mal der Reihe nach die Frauen anfassen, um zu sehen, ob sie auch “frisch” sind und dann erst die 150ste davon mit aufs Zimmer zu nehmen?!
Ich weiß, daß es Männer gibt, welche mit mir absolut konform gehen.
Männer, die sich bei mir wohl fühlen; mich als herzlich und warm empfinden und die uns beiden die Zeit geben, daß sich Vertrauen aufbauen kann und man sich miteinander und aufeinander einzulassen vermag.
Männer, welche auch selbst ein bißchen Zeit möchten, um sich entspannen und öffnen zu können.
Und die selbst Grenzen besitzen, derer Beachtung und Respekt sie wünschen.
Jenen Männern braucht man nicht vor Augen zu führen, wie sie sich fühlen würden, wenn irgendeine völlig fremde Frau ihnen direkt um den Hals fallen; ihr Gesicht küssen und nach ihrem Geschlecht greifen würde.
Aber manchem Mann täte dies gut.
Nein, nicht die Vorstellung von der absoluten, hypersexy nymphomanen Traumfrau an der Tür. Sondern von irgendeiner stinknormalen Frau – gerne auch mit Mundgeruch, die ihm noch nicht mal die Zeit gibt, daß man sie erst mal richtig ansehen; guten Tag sagen oder anderweitige Kennenlern-Floskeln austauschen könnte.
Ich weiß, daß ich völlig aus der üblichen Rolle einer üblichen Prostituierten falle.
Und ich tue dies bewußt und auch sehr deutlich.
Ich lege Wert auf gegenseitigen Respekt und Achtung. Ebenso wie darauf, daß auf beiden Seiten bestehende Grenzen respektiert werden.
Ich mag Männer sehr gerne – und ich wünsche mir, daß dies auch so bleibt.
Ich biete keinen Standard; kein “normal halt” und mein Honorar bedient keine sexuelle Handlung, sondern meine Zeit.
Und wer meine Homepage je bewußt und ausgiebig gelesen hat, hat sicher auch gesehen, daß “Geschlechtsverkehr” in meinem Angebot überhaupt nicht erwähnt wird.
Dennoch gehen viele automatisch davon aus – ich bin ja Sexworkerin….
Es ist noch nicht allzulange her, da hatte ich einmal nicht auf mein (leider zu diffuses) Bauchgefühl gehört und einen Mann zu mir eingeladen, der mir dann auch schon an der Türe direkt ins Gesicht wollte.
Er lies mich an der Türe stehen und eilte zu meinem Sofa, wo er sich auf meinen (offensichtlichen) Platz setzte und versuchte, weitere Grenzen zu übergehen.
Nein, Freunde wurden wir nicht.
Aber dafür bekam ich dann kurz darauf eine Mail von ihm, in der er mich beschimpfte und sagte, meine Homepage wäre fake.
Nichts davon würde stimmen und ich solle doch ehrlicher sein.
Manchmal drängt sich mir einfach der Verdacht auf, daß manche Menschen es präferieren, nur das zu lesen, was sie lesen wollen – und nicht wahr zu nehmen, was sie betreffen könnte.
Was leider oft auch andersherum passiert – wenn die scheueren und vorsichtigeren Männer Angst haben, sie könnten mir nicht genügen (was auch schon vorkam).
Ich möchte mich hier gerne einfach mal bedanken.
Bei all jenen Männern, die sich bei mir aufgehoben fühlen und “ein bißchen wie Daheim”.
Bei all jenen, die sich nach langem Zögern und wiederholtem Homepage-lesen dann doch getraut haben, mich anzurufen.
Bei jenen, die oft mehrere hundert Kilometer auf sich nehmen, um mich doch wenigstens ab und zu (wieder) sehen zu können und jenen, die “ums Eck” wohnen und gerne mal spontan bei mir kurz rein sehen.
Ich bin glücklich, daß es Männer gibt, welche zu mir passen; mich zu schätzen wissen und mich respektieren wie ich bin.
Danke, daß ihr seid wie ihr seid und daß ich sein darf, wer ich bin.
Karin
P.S.:
Und nein, Geschlechtsverkehr ist sicherlich nicht ausgeschlossen. Ich biete ihn durchaus an.
Aber eben nicht als “selbstverständliche Standardleistung”, sondern etwas das sich als gerade passend ergeben kann – oder eben auch nicht.
Es wird erzählt, dass alle Gefühle und Qualitäten der Menschen ein Treffen hatten.
Als die Langeweile zum dritten Mal gähnte, schlug der Wahnsinn, wie immer sehr gewitzt vor: “Lasst uns Verstecken spielen!” Die Intrige hob die Augenbraue, und die Neugierde konnte sich nicht mehr zurückhalten und fragte: “Verstecken? Was ist das?” “Das ist ein Spiel”, sagte der Wahnsinn. “Ich verstecke mein Gesicht und fange an zu zählen, von eins bis Tausend.
Inzwischen versteckt ihr euch. Wenn ich das Zählen beendet habe, wird der erste von euch, den ich finde meinen Platz einnehmen um das Spiel danach fortzusetzen”. Die Begeisterung und die Euphorie tanzten vor Freude. Die Freude machte so viele Sprünge, dass sie den letzten Schritt tat um den Zweifel zu überzeugen und sogar die Gleichgültigkeit, die sonst keine Interessen hatte, machte mit. Aber nicht alle wollten teilnehmen: Die Wahrheit bevorzugte es, sich nicht zu verstecken, wozu? Zum Schluss würde man sie immer entdecken und der Stolz meinte, dass es ein dummes Spiel wäre (im Grunde ärgerte er sich, dass die Idee nicht von ihm kam) und die Feigheit zog vor, nichts zu riskieren. “Eins.., zwei….,drei …vier….”, der Wahnsinn begann zu zählen.
Als erste versteckte sich die Trägheit, die sich wie immer hinter den ersten Stein fallen ließ. Der Glaube stieg zum Himmel empor und die Eifersucht versteckte sich hinter dem Schatten des Triumphes, der es aus eigener Kraft geschafft hatte, bis zur höchsten Baumkrone zu gelangen. Die Großzügigkeit schaffte es kaum sich zu verstecken, da sie bei allen Verstecken, die sie ausfindig machte, glaubte, ein wunderbares Versteck für einen ihrer Freunde gefunden zu haben.
Ein kristallklarer See… ideal für die Schönheit. Der Spalt eines Baumes… ideal für die Angst. Der Flug eines Schmetterlings… das Beste für die Wolllust.
Ein Windstoss… großartig für die Freiheit… und sie versteckte sich auf einem Sonnenstrahl.
Der Egoismus dagegen fand von Anfang an einen sehr guten Ort, luftig, gemütlich… aber nur für ihn allein. Die Lüge versteckte sich im Meeresgrund (stimmt nicht, in Wirklichkeit versteckte sie sich hinter dem Regenbogen). Die Leidenschaft und das Verlangen, im Zentrum des Vulkans.
Die Vergesslichkeit… ich habe vergessen wo sie sich versteckte, aber das ist nicht so wichtig.
Als der Wahnsinn 999 zählte, hatte die Liebe noch kein Versteck gefunden. Alle Plätze schienen besetzt zu sein… bis sie den Rosenstrauch erblickte und gerührt entschloss, sich in seinen Blüten zu verstecken. “Ein Tausend”, zählte der Wahnsinn und begann zu suchen.
Die erste, die entdeckt wurde, war die Trägheit, nur drei Schritte vom ersten Stein entfernt. Danach hörte man den Glauben, der mit Gott im Himmel über Theologie diskutierte. Die Leidenschaft und das Verlangen hörte man im Vulkan vibrieren.
In einem unachtsamen Moment fand er die Eifersucht und so natürlich auch den Triumph. Den Egoismus brauchte er gar nicht zu suchen, ganz allein kam er aus seinem Versteck, das sich als Bienennest herausstellte.
Vom vielen Laufen empfand er Durst und als er sich dem See näherte, entdeckte er die Schönheit. Mit dem Zweifel war es noch einfacher, er fand ihn auf einem Zaun sitzend, da dieser sich nicht entscheiden konnte, auf welcher Seite er sich verstecken sollte.
So fand er einem nach dem anderen. Das Talent hinter dem frischen Gras, die Angst in einer dunklen Höhle, die Lüge hinter dem Regenbogen (stimmt nicht, sie war im Meeresgrund) und sogar die Vergesslichkeit… die schon wieder vergessen hatte, dass sie Verstecken spielte.
Nur die Liebe tauchte nirgendwo auf.
Der Wahnsinn suchte hinter jedem Baum, in jedem Bach dieses Planeten, auf jedem Berg und als er schon aufgeben wollte, erblickte er die Rosen. Mit einem Stöckchen fing er an die Zweige zu bewegen, als auf einmal ein schmerzlicher Schrei aufkam.
Die Dornen hatten der Liebe die Augen ausgestochen.
Der Wahnsinn war hilflos und wusste nicht, wie er seine Tat wieder gut machen sollte. Er weinte, entschuldigte sich bei ihr und versprach der Liebe, für immer ihr Begleiter zu sein.
Seit dieser Zeit, seitdem das erste Mal auf Erden Verstecken gespielt wurde, ist die Liebe blind und der Wahnsinn immer ihr Begleiter.
(unbekannt)
Quelle:
Ich habe diese Geschichte in einem Blog gefunden und möchte ihn hier gerne verlinken.
Auch wenn man sich vorstellen könnte, daß ich am Wochenende Besseres zu tun habe (hab ich auch), so ging mir das Wochenende über bei einer Autofahrt etwas durch den Kopf, das mir hier und anderswo schon öfter aufgefallen ist….
Ich rede sehr gern über mich als “Sexworker”.
Genau genommen bin ich ein bißchen auf der Suche nach einem noch passenderen Begriff für das, was ich als meine Berufung betrachte.
Wenn in Foren das Wort “Sexworker” fällt, folgen des öfteren Bemerkungen darüber.
Es wird geäußert, daß man doch bei “Hure” bleiben sollte; was denn der ganze neumoderne Kram eigentlich soll; ob man denn nicht aufhören sollte, Dinge schön zu reden und ähnliches.
Prostitution ist mit dem Internet; dem Blühen diverser Clubs und verschiedenster Formen von Etablissements sehr vielseitig und unterschiedlich im Angebot und Hintergrund (Zweck der “Verrichtung” und Hintergrund der Anbieterinnen) geworden.
Früher gab es Straße, Privatwohnung und Laufhäuser.
Blasen und Verkehr gab es in allen 3 Angeboten – lediglich mit anderem Niveau und Preis.
Irgendwann kam “Escort” dazu – die “Krone” aller Ficke**i”
Mit der Emanzipation der Huren und mit der Vielfalt von Werbemöglichkeiten und vielleicht auch zunehmender Intelligenz und Selbstbestimmung der Anbieterinnen nimmt die Vielfalt von Angeboten zunehmend an Breite zu.
Ich dachte so übers Wochenende, daß es wohl in keinem Forum irgendeinen Menschen gibt, der ein Problem damit hat, Busfahrer von Taxifahrern; von Kurierfahrern, LKW-Fahrern, Fernfahrern, Leichenwagenfahrern, Krankenwagenfahrern, ….. zu differenzieren.
Ebenso wie es völlig legitim ist, Bäcker von Konditoren,von Partisseuren und Konfisseuren zu differenzieren.
Mehr Beispiele möchte ich der Langatmigkeit halber nicht aufführen – aber es dürfte sehr viele davon geben.
Weshalb nun also sollten sich die Anbieter und Anbieterinnen von erotischen Dienstleistungen nicht ebenso von einander differenzieren dürfen?!
Wenn ich nun heute beschließe, daß ich keine Hure bin (weil ich “normal halt” nicht anbiete) und mir ausdenke, ich bin Body&Soul Erotik Worker dann heißt es vermutlich, ich wöllte nur das Kind nicht beim Namen nennen.
Wenn mich aber Freier anrufen und “ficken,blasen” verlangen und ich darauf hin sage, sie seien falsch – dann behaupten wiederum die, ich sei gar keine Hure.
Ist es denn nicht letztlich an der Zeit, daß sich Sexworker positionieren und auch deffinieren in jenem Bereich, der ihnen liegt?!
Ist es denn dann nicht sogar wichtig, sich Berufsbezeichnungen auszudenken, die ihr Arbeitsfeld deutlich beschreibt und offensichtlich macht, was angeboten wird?!
Nicht jede Sexworkerin bietet “normal halt” an.
Für mich wäre “normal halt” ein Analfisting beim Gast mit NS und abschließender Handentspannung.
Wenn ich dies jedoch bei jedem “normal halt-Anrufer” auch tun würde, ….. – ich bin überzeugt, die meinen ein anderes Normal.
Eine Tantra-Frau hat garantiert ebenso ein völlig anderes Normal.
Und die Frauen in Massagestudios ebenso.
Liese man Frauen in Clubs ihr eigenes Normal umsetzen, würde wohl auch jede etwas anderes tun.
Somit ist für mich die Suche nach neuen Berufsbezeichnungen in der Sexarbeit kein Schönreden oder Verschweigen von Tatsachen.
Ich glaube eher, es ist notwendig.
Sehe nur ich das so,oder gibt es noch andere?
Karin
Sozialkompetenz…. – das Wort gefällt mir
Ich bekam es letzte Woche eher beiläufig um die Ohren geschlagen.
Tja…. – und da komme sogar ich, eine erfahrene und selbstsicher auftretende, reifere Frau ins Grübeln….
Der Hintergrund….
Wie oft hab ich hier unsichere Männer sitzen; ABs oder derzeit etwas vom Leben gebeutelte Männer, die auf der Suche sind nach neuen – oder anderen Wegen, ihr Leben anzugehen.
Die “Rollenverteilung” ist klar in diesen Fällen. Und ja – ich fühle mich sicher; ich fühle mich erfahren; ich fühle mich gewachsen, ein Ohr zu haben und meine Art zu denken; zu fühlen – oder auch meine Art Probleme und Sorgen anzugehen mit diesen Männern zu teilen.
Aber hier ist mein Heim; mein Wohlfühlbereich und mein(e) Beruf(ung).
Da ist es oftmals einfach, sich sicher zu fühlen.
Für den Gast ist es oft anders – er ist (zumindest anfangs) fremd.
Derzeit gehe ICH neue Wege; mache ICH mich auf, Neues zu versuchen; bin ICH es, die in “fremde Bereiche” geht.
Und nun bin ICH es, die erlebt und erfühlt, wie es ist, nicht im eigenen Wohlfühlzentrum zu sein.
Es ist eine erstaunliche Erfahrung, einmal Mut zusammen zu kratzen und sich etwas zu trauen, vor dem man sich Jahre gedrückt hat.
Etwas zu tun, wovor man Angst hatte und womit man vor (gaaaaanz) vielen Jahren einmal schlechte Erfahrungen gemacht hat.
Einfach los zu gehen und auszuprobieren, was sich ändert zwischen “Jugendlich” und “Erwachsen”.
Und so kann ich nun also auch einmal bemerken, wie das so ist mit der Sozialkompetenz.
Und ich stelle fest, daß ich noch viel zu tun hab.
Ich denke, ABs; Menschen mit Behinderung; Sexworker; Alleinerziehende; (Arbeitslose; Alkoholabhängige; Stotterer; ……) – man muß nicht jeden aufzählen - haben irgendwie alle eine Gemeinsamkeit.
Das Leben prägt.
Erfahrungen und Zurückweisungen verletzen.
Medien schaffen ein Randgruppen-Bild.
Und irgendwann wird aus all dem, was “die Gesellschaft” behauptet – also in TV; Radio; Print oder auch was irgendwo auf der Straße getuschelt wird – mehr.
Es ist nicht mehr ein “andere denken”, sondern es wird zu einem “ich fühle”.
Es ist ungemein schwer, so sehr bei sich sein und bleiben zu können, daß man davon unberührt bleibt.
Und ich glaube, es ist egal, zu welcher “Randgruppe” man zählt – es trifft jeden gleich empfindlich.
Gerade dann, wenn man doch lieber raus ginge und Freunde fände.
Vorurteile gibt es über jede Gruppe gleich schmerzhafte.
Ich habe nicht nur bei fast allen ABs die ich kennenlernte festgestellt, daß sie meist das Selbe über sich denken.
* ich bin nicht schön genug
* mein Penis ist sicher zu klein; zu dünn; zu kurz; nicht ausdauernd genug
* ich bin nicht klug genug
* ich bin halt kein Frauentyp
* ich bin nicht interessant genug
* ich stell mich garantiert sau blöd an….
…
Dieses Denken ist schade – denn meist stimmt es schlicht überhaupt nicht.
Aber dadurch, daß man sowas über die Jahre selbst zu glauben beginnt, verhält man sich entsprechend und zieht sich zurück.
Folglich hat man keine Kontakte und folglich keine Frau – auch zukünftig nicht.
Auch, wenn man in Wahrheit durchaus ganz passabel aussieht und auch sonst ganz “normal” ist.
Es kann nur der mutige Schritt nach vorne helfen; ein Schritt hin zur Angst.
Ein Schritt dahin, wovor man am meisten Angst hat.
Und das Glück festzustellen, daß es doch ganz anders ist, als man dachte/fühlte.
Und wenns beim ersten Schritt nix hilft, dann noch den 2. oder 3. zu gehen.
Auch der Beruf der Sexworker ist bekanntermaßen mit Vorurteilen behaftet.
Und offensichtlich gibt es genug SW, die ein eher einsames, zurückgezogenes Privatleben führen.
Was soll man denn sagen, wenn man nach seinem Beruf gefragt wird?
Wie reagieren gerade andere Frauen auf eine ehrliche Antwort?
Wie oft finden das Männer dann so faszinierend, daß aus einer beginnenden netten privaten Freundschaft ein SW-/Freierverhältnis werden soll.
Oder es kommt wahlweise zum Effekt des “exotischen Tiers im Zoo”, bzw. der offenen Feindschaft gegen die “Konkurenz”.
Andererseits – es gibt auch Menschen, die entweder garnicht nach dem Beruf fragen, oder schlicht “gelassen” drauf reagieren.
Und so kann man also auch als SW an seiner Sozialkompetenz arbeiten
Ich ganz persönlich stelle fest, daß es glücklich und zufrieden macht, sich zu trauen.
Es geht mir zur Zeit verdammt gut.
Ich traue mich Dinge, die ich zwar schon immer wollte – vor welchen mich jedoch meine Angst abgehalten hat.
Der erste Schritt ist schwer – und meist hilft ja nur, wenn der Leidensdruck schlimmer weh tut, als die Angst.
Aber wenn er gelungen ist, dann möcht man eigentlich nicht mehr langsame und zögerliche Schritte machen, sondern losrennen
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Zum Thema “losrennen” muß ich jedoch sagen, daß dieses Gefühl mit Vorsicht anzugehen ist.
Ein AB, den ich kenne, bringt mich zur Zeit sehr zum Nachdenken.
Jahrzehntelang hatte ihn seine Hemmung und Angst abgehalten, sich Frauen zu nähern (er war, wie viele ABs immer nur der “gute Freund”).
Nun hatte er erste Erfahrungen mit pay6 und es gefiel ihm ausgesprochen gut.
Seine Angst und Hemmungen sind verflogen und es treibt ihn zu immer neuen Erfahrungen.
Zugegeben – Frauen sind spannend ![]()
Und jede ist anders.
Aber man kann nicht wirklich 20 Jahre Erfahrung in ein paar Wochen aufholen und man kann auch nicht ALLES erleben; ALLES fühlen; ALLES schmecken; ALLES riechen; ALLES versuchen.
Auch dann nicht, wenn man durchaus gut rennen kann.
Das Hochgefühl treibt nach vorne – der Geldbeutel klagt.
Vermutlich muß man Sozialkompetenz auch lernen…..
Oder auf eine SW treffen, die auch NEIN sagen kann.
Liebe Grüße, Karin
Immer wieder höre ich am Telefon von Männern Sätze wie
* “Ich bin ganz normal. Nix Außergewöhnliches”
* “Ich bin nicht pervers.”
oder auch die Frage “Du schreibst da auf deiner Homepage etwas von Fetisch. Was ist das denn überhaupt?”
Tja…. was ist ein Fetisch? Und warum haben immer alle Angst, deshalb gleich “pervers” zu sein?
Wen geht es denn etwas an, wenn ein Ehemann gern am getragenen Slip seiner Frau schnuppert, weil es ihn an schönen Sex mit ihr erinnert?
Wen geht es denn etwas an, wenn ein anderer getragene Shirts oder Socken präferiert, weil er sich dadurch entspannt und wohlig fühlt?
Wen geht es denn etwas an, wenn ein anderer Mensch gerne Brüste; Blusen; Pos; Rosetten; lange Finger- oder Fußnägel ansieht? Und ihm das Lust bereitet?
Wen geht es etwas an, wenn ein anderer gerne Frauen auf der Toilette zusieht? – deren Einverständnis voraus gesetzt.
Wen geht es etwas an, wenn einer gerne an Füßen leckt?
Oder wenn ein Mann es liebt, das seidene Gefühl von Damen-Dessous auf der Haut zu fühlen?
Wen gehen diese Dinge etwas an, außer dem Betreffenden selbst – und jene Personen, die er ins Vertrauen zieht, um diese Träume auszuleben?
Wer will sich denn anmaßen, daß Maß aller Dinge zu sein und bemessen zu können, was “normal” ist?
Und selbst WENN es “unnormal” wäre – dann geht es noch immer keinen Außenstehenden etwas an.
Ein Großteil meiner Gäste mag Natursektspiele – somit ist dieser erotische Reiz ganz sicher nicht “unnormal”.
Ein weiterer großer Anteil meiner Gäste liebt anale Stimmulation – und diese Männer sind bei Weitem entfernt davon, homosexuell zu sein. Somit ist auch dieses sicher nicht “unnormal”.
Und auch Fuß- und/oder Busenliebhaber gibt es viele.
Ist man dann nicht schon eher “unnormal”, wenn man keinen Fetisch hat?!
Müßte nicht schon fast jener “pervers” sein, der außer Geschlechtsverkehr in missionar nichts anderes praktiziert und liebt?!
So viele Menschen schämen sich wegen ihrer Vorlieben.
So viele Menschen verheimlichen ihre Sehnsüchte und Phantasien aus Angst, abgestoßen und ausgegrenzt zu werden.
So viele Menschen schweigen – anstatt sein zu dürfen, wer sie sind und ihre Liebe und ihre Sehnsucht mit dem geliebten Partner (den sie ja oft in Wahrheit tatsächlich begehren) und dessen Füßen/Wäsche/Po/NS auszuleben.
Oft wird jahrelang eine Phantasie mit sich herum getragen.
Eine Phantasie, welche manche von Kindheit an begleitet – und andere auch oft durch TV oder Internet erlangen.
Eine Phantasie, bei welcher man manches Mal erst wirklich weiß ob sie real stimmuliert, wenn man sie denn auch ausgelebt hat.
Manche Phantasie ist vielleicht besser dauerhaft eine Phantasie.
Andere möchten raus.
Ausprobiert und gelebt werden.
Wäre da nicht diese “Moral”.
Und die “Gesellschaft”.
Und die Partnerin, die man nicht verlieren möchte, weil man sich ihr als “pervers” outet.
Wie kann eine Gesellschaft, in welcher sicherlich 80% irgendeine Vorliebe; eine Sehnsucht; eine Phantasie haben sich derart gegen “Perverse” stellen, wo sie doch in Wahrheit daraus besteht?!
Ich trage mich mit dem Gedanken, mir in nächster Zeit einen Toilettenstuhl zuzulegen.
Das würde meinem NS-Angebot noch andere Möglichkeiten offenbaren und manchem Mann, welcher gerne guckt – oder auch zeigt – hierfür einen bequemen und gemütlichen Platz schaffen.
Ich bin weit entfernt von SM und dominanten/devoten Spielen.
Aber es ist schön, auf diese Weise und in zärtlich-vertrauter Art den schüchternen Anfragen oft sehr zaghafter Männer nachkommen zu können, die einfach gerne einmal “gucken” wollen. Oder vorsichtig ihre Grenzen ausloten.
Männer, die gerne herausfinden möchten, ob ihre Phantasie in der Wirklichkeit ebenso gut ist, wie im Kopf und die notfalls auch mal sagen können möchten, daß sie “hier” lieber abbrechen mögen – wenn es ihnen doch nicht so gut tut, wie erhofft.
Auch wir Menschen sind sehr sinnliche Lebewesen.
Riechen, schmecken, tasten, sehen…. – alles kann und darf zur Lust dazu gehören.
Und es ist schön, daran teilhaben zu dürfen, wenn wieder einmal ein Mensch den Mut findet, sich diesen “perversen” Sinnen hinzugeben und sich darauf einzulassen.
Ich freue mich auf weitere neue und auch unbekannte Experimente.
Liebe Grüße, Karin
Das trübe Wetter und der Vollmond scheint sich wohl auf die Gemüter der Männerwelt zu legen?!
Dabei könnte ich es doch sicherlich schaffen, mit einer gemütlichen Stunde bei mir Eure Laune zu heben
Ich bin die letzten Tage drauf gekommen, meinen Kaffeekonsum von 3 Kannen/Tag mal auf 0 zurück zu drängen und es stattdessen mal mit Tee zu versuchen. Hätte nie gedacht, daß das doch so gut tun kann.
Auch dürfte den Nichtrauchern unter Umständen gefallen, daß ich auch hier anfange, meinen Konsum bewußter zu steuern.
Meine coffee-time kann man aber gerne auch weiterhin mit Kaffee verbringen
Tja…. – der Vollmond…..
Ich bin mir sicher, daß einige meiner Kolleginnen genau das selbe festgestellt haben…
Bei Vollmond scheinen die netten Gäste oft eher unlustig zu sein – währenddessen Männer wie jener gestern vermehrt unterwegs sind.
Rief mich ein Mann an – recht überheblicher und drängender Tonfall….
Jetzt sofort will er kommen – und nein, meine Homepage hätte er schließlich nicht auswendig gelernt….
Nun gut – ich habs dennoch versucht.
Aber es ist schon meistens so, daß Männer dieser Art dann entweder von mir weg geschickt werden, oder – wie jener gestern – auch zu meiner Zufriedenheit selbst wieder gehen.
Ich war ihm zu “esoterisch”…
Wobei ich einfach immer wieder feststelle, daß der “typische Freier” bei mir einfach nicht finden kann, was er gerne hätte.
Zack-zack; Willigkeit; Unpersönlichkeit und einfach so kurz mal konsumieren… das geht mit und bei mir nicht.
Geld gegen “williges L*ch” ist mir definitiv zu wenig.
Ich freue mich sehr über meine Gäste, die das ebenfalls gerne anders mögen und wollen.
Gäste, die als Menschen zu mir kommen und mich auch als Mensch wahrnehmen.
Gäste, für die erotische Zeit mehr ist, als nur kopulieren.
Schön, daß es Euch gibt. Und ein DANKE auch mal zu Euch.
Herzliche Grüße, Karin
Nachdem man laufend in Foren Gesuche von Männern nach „Hobbyhuren“ liest, möchte ich doch langsam mal verdammt gern hören, was denn eigentlich so besonders an ihnen sein soll….
Wenn ich meine eigene Historie so ansehe, habe ich alle möglichen Phasen und viele Arten von Etablissements durchgemacht und ausprobiert.
Begonnen habe ich mit Telefonsex; dann Zuhause Fotos machen lassen; Zuhause „nur bis Französisch“; dann alles; weiter mit Massagen in irgendwelchen getarnten Kosmetikstudios; Flatrateclubs; Laufhaus; …
Zwischendrin war ich berufstätig; mal Teil-, mal Vollzeit.
Manchmal war ich nebenher im Gewerbe tätig; manchmal „grundsolide“.
War ich nun eine Hobbyhure? Oder war ich Professionelle? Und wie definiert man das? Ist man es im Verhalten? Oder ist man es im Herzen?
Ich für meinen Teil denke, ich war einfach eine aufgeschlossene, lustvolle Frau mit Spaß an Abwechslung.
Der einzig wirkliche Unterschied ist, daß man als Anfängerin absolut keine Ahnung hat von „üblichen Preisen“ und von den verdammt gemeinen, oft gefährlichen Tricks mancher „Arschloch-Gäste“, die beim Doggy das Kondom abmachen, ständig Grenzen überschreiten oder einen bzgl. des Honorars abziehen wollen.
Mir drängt sich bei diesen „Hobbyhuren-Gesuchen“ immer der Gedanke auf, daß da wieder so ein A-Loch ein dummes Hühnchen sucht, mit dem es seine fiesen Spiele spielen kann.
Ein fairer, korrekter Mann hat keine Angst vor einer Professionellen.
Er zieht sie nicht ab – somit hat sie ansich keinen reellen Grund, einen unguten Service zu machen. Und WENN, dann ist ER im Recht.
Ob der Akt nun im Auto; in der Privatwohnung einer Frau oder in einem eigens für Sex ausgestatteten Raum vollzogen wird, sollte bei gemütlicher, sauberer Ausstattung keine große Rolle spielen – es sei denn, einer will durch Kenntnis der privaten Adresse einen Vorteil erlangen.
Huren sind nicht zwingend ungeiler und weniger lustvoll als „Hobbyhuren“.
Sie kennen nur die Tricks der Idioten besser und wehren sich.
Wenn ein Mann weiß, wie eine Frau erregbar ist (sexuell), dann läßt sich auch eine Professionelle durchaus manchmal gern in große Höhen beamen.
Dies setzt jedoch voraus, daß man sich auf den Mann verlassen kann; daß er aufrichtig ist; daß er selbstverantwortlich ist und daß man sicher sein kann, er hält sich an vorher getroffene Absprachen.
Wo also ist der Kick, den „Hobbyhuren“ verursachen?
Jenny
Ich habe eben in einem Forum den Link zu diesem Online-Bericht gefunden.
Und so schreib ich hier mal völlig frei:
Es gibt mir sehr zu denken.
Nun, meine Homepage – und ich denke auch mein Schreibstil; meine Art; mein Auftreten – zeigen mich als Frau mit eigenem Stil, mit Niveau und einer gewissen Bildung, welche ich ganz offen auch von meinen Gästen erhoffen möchte.
Da lese ich nun diesen Bericht; gehe in mich; lasse Verabredungen mit Gästen revue passieren; Gedanken, welche ich mir schon gemacht habe in der Zeit, seit ich wechselnde Geschlechtspartner habe und es stellen sich mir unglaublich viele Fragen…
- Wenn ich davon ausgehe, daß Männer oft Prostituierte besuchen, weil sie Zuhause nicht bekommen, was sie sich erträumen – warum in Gottes Namen sagen sie denn dann noch nicht mal der Lustfrau, wonach es sie gelüstet????
- Wenn Kolleginnen und ich doch offerieren, daß wir für vieles offen sind und neugierig und aufgeschlossen, warum wagt sich dann trotzdem kaum jemand? Was kann man außer einer offenen Hand anbieten?
- Woher kommen all die Mitglieder auf Fetischseiten; Natursekt- und Kaviarboards, die alle enttäuscht sind, daß es wohl nur Männer gibt, die diese Dinge mögen? Welcher dieser Männer wagt sich, dies seiner Frau/Freundin/Partnerin zu sagen?
- Oder auch die weniger krassen Wünsche wie Nylons oder die DWT?
Warum hat man eine Beziehung mit einem Menschen, dem man sich nicht wagt, seine Phantasien anzuvertrauen? Wo liegt denn der Grund für diese Hemmungen? Warum glaubt man, den Partner “schonen” zu müssen? Und was, wenn vielleicht die Partnerin genauso denkt und sich ebenfalls nicht wagt, ihre “Perversionen” zu gestehen? Was, wenn man aus falscher Scham auf die tollste Beziehung verzichtet, die man haben kann, weil man es vorzieht, dem Partner “den Heiligen” vorzuspielen?
Warum hat man nicht einfach den Mut, zu sein, wie man ist? Und in welcher Gesellschaft leben wir denn, wo es Unmengen dieser Treffpunkte; Plarttformen; Fotoanbieter; Telefondienste für all unsere “perversen Mitbürger” gibt – und wir doch alle so brav und anständig sind?!
Da will jeder seinen Ruf; seine Moral; sein Umfeld schützen und bezahlt damit mit dem besten, das er hat – seiner Lebensfreude und Lebensqualität….
Kann mir das irgendwer so erklären, daß es tatsächlich nachvollziehbar und logisch wäre?
Lieber Gruß, Jenny
Willkommen Rolliman,
Jenny (Karin) hat da wohl bei mir etwas ausgelöst,
als wir uns mehrfach übern Messi darüber austauschten.
Über poppen.de lernte ich beim Stammtisch einen
netten Rollimann kennen.
Am Samstag gehen wir als eine große Truppe das LaHuitre unsicher machen
und den Rollimann habe ich mir ausgesucht als meine Begleitung (ganz ohne Finanzielle Interessen)
Bin sehr gespannt auf den Abend,
denn es ist für mich Neuland
Quelle: BW7-Forum, unter “off topic”, Handicap
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Ich habe heute Morgen im BW7 diesen Beitrag von Carmen63 entdeckt und mich echt gefreut.
Vielleicht ist es wirklich so – man macht sich erst Gedanken um „andere“, deren Probleme und Bedürfnisse, wenn man darauf gestoßen wird. Aber ansich muß man doch nur die Hand ausstrecken und gucken, was passiert.
Man hat immer irgendwelche Ängste. Beide beteiligte – da bin ich mir fast sicher. Aber vielleicht muß man einfach mal den Mut aufbringen und einfach dazu stehen.
Dann kann man irgendwann vielleicht gemeinsam drüber lachen – und findet einen verdammt guten Freund/Partner.
Aber wenn man immer nur blöde MmB hinterher guckt und still für sich überlegt, was der wohl hat – und warum…, dann nimmt man sich selbst und dem anderen die Chance, etwas ganz tolles zu erkennen, zu lernen und zu begreifen.
Ich muß auch noch üben, immer wieder über mein eigenes Schubladen-Denken hinaus zu gehen. Aber anfangen sollte man damit auf jeden Fall. Am besten sofort und nicht erst morgen.
Nachdenkliche Grüße, Jenny