Artikel-Schlagworte: „Fragen“
Grad eben rief wieder ein Mann an.
Kein Name; kein Hallo; keine Höflichkeit.
Stattdessen ein genuscheltes “Ich hab Ihre Anzeige gesehen und will Sie sehen. Sie haben doch da so ne coffee-time oder so….. Wann?”
Egal, was ich gesagt hab, oder gefragt – es wurde genuschelt und es war nichts Konkretes herauszubringen.
Ich sagte, bevor ich einen Termin vergäbe, würde ich doch zumindest gerne einmal den Vornamen erfahren….. – nichts.
Ob er denn auch meine Seite gelesen hätte und wüßte, was ich anbiete und wie ich so ticke….
“Fußerotik” – das war das Einzige, das er daraufhin nuschelte…..
Ich muß zugeben… – wenn man den Beruf nicht vordergründig des Geldes wegen macht; wenn man nicht geldgeil und wahllos ist…. – dann machen es einem solche Männer verflixt schwer, einen Grund zu finden warum man gerade ihn denn gerne treffen wollen könnte…..
Klar – es war ja alles gesagt, was ich wissen mußte:
Er wollte pay6; Fußerotik und ich sollte ihm sagen, wann, wo und wie lange….
nur…. – das tue ich nicht.
Ich wünsche mir Gäste, die freiwillig kommen.
Gäste, die wissen, weshalb sie gerade zu mir kommen mögen.
Gäste, die die “Zähne auseinander bekommen” und mir gerne sagen mögen, was sie sich denn von mir wünschen – damit ich ihnen denn auch geben kann, wovon sie träumen.
Gäste, die selbst bestimmen, wie viel Geld ihr Budget denn hergibt und die nach einem Besuch bei mir das Gefühl haben können, es war gut. – und sich nicht die Frage stellen müssen, wovon sie denn nun wohl tanken sollten…
Auch möchte ich mich mit meinen Gästen wohl fühlen; eine gute Zeit verbringen und das Gefühl haben “es paßt”.
Nun gut…. – nachdem ich von diesem Anrufer nun doch gerne ein paar Sätze mehr gehört hätte, nuschelte er dann, er rufe wohl besser anderwann nochmal an.
Er sei noch im Büro und da könne man nicht so gut reden…..
- was dann auch das kaum verstehbare Genuschel erklärte. Nicht jedoch, weshalb er mir nicht mal seinen Vornamen sagen wollte…
Ein anderer Anrufer, der mir mit seiner ungewöhnlichen Telefonnummer auffiel und den ich danach fragte, leitete das Gespräch mit den Worten “Du brauchst keine Angst zu haben” ein….. – was natürlich auch nicht gerade vertrauensfördernd ist. Auch nicht, wenn hinzu kommt, daß er sehr lange gebraucht hatte, bis er seinen Vornamen “wußte”…..
Manchmal finde ich es schon etwas eigenartig, in welcher Weise oder unter welchen Vorraussetzungen Männer bei Sexworkern anrufen.
Im Büro – wenn laufend Mitarbeiter herein stürmen
Im Auto – bei 180 auf der Autobahn
Auf der Toilette – kurze Pause in einer Arbeitsbesprechung
In der Fußgängerzone – wenn die Frau grad im Kaufhaus bummelt
Die Voraussetzungen sind verdammt ungünstig, wenn man über seine sexuellen Vorstellungen sprechen soll oder sich einen Zettel zur Hand nehmen, um eine komplizierte Anschrift zu notieren….
Schade manchmal… – pay6 ist nicht immer derart oberflächlich, anonym und zackzack, daß man solche Dinge “nebenher” vereinbaren sollte.
Karin
Eben rief wieder einer von der Sorte an….Kein Guten Tag; kein Name; kein nix…
„WANN HASCH DU ZEIT?
Ich versteh immer nicht, was Männer von mir erwarten, wenn sie DAS fragen…
Soll ich etwas sagen wie „also heute um 3 kommt der Willi. Der hat so Probleme mit der Erektion. Und deshalb ist er sicher 2 Std. da.
Und um 5 kommt der Eugen. Der ist schon über 70 und hat Probleme mit seiner Frau. Da weiß ich nicht, wie lang er braucht.
Morgen um 11 kommt ein Paar. Die brauchen sicher 5 Std.
Und gegen 7 kommt der Hubert.
Und übermorgen um 33 kommt…..
Und in 5 Tagen kommt….
Und in 6 Tagen kommt….
Und nächste Woche Montag kommt….
Und in 3 Wochen kommt….“
und dann krieg ich zur Antwort:
„Och, ich wollt bloß mal fragen. Ich hätt ja eh erst in 5 Wochen Zeit….“
Oder es wird so einfach gleich aufgelegt.
WAS WOLLEN DIESE MÄNNER HÖREN?
Ich bin weder Friseur, noch Arzt.
Ich freue mich immer sehr über ein „Hallo, Jenny. Ich bin der xyz und habe dein Inserat bei XXX gefunden.
Ich hab deine Homepage gelesen und würde gerne heute um 15h vorbei kommen. Würde das gehen?“
Dann kann ich sagen „Ja“ oder „Nein, ich hätte aber ab 16h wieder Zeit“.
Manchmal frag ich mich echt, warum immer wieder diese Männer ohne Nummer anrufen und meinen Kalender abfragen.
Wollen die verarscht werden?!
Ich freu mich doch immer sehr über meine Gäste mit Niveau
Jenny
Nachdem man laufend in Foren Gesuche von Männern nach „Hobbyhuren“ liest, möchte ich doch langsam mal verdammt gern hören, was denn eigentlich so besonders an ihnen sein soll….
Wenn ich meine eigene Historie so ansehe, habe ich alle möglichen Phasen und viele Arten von Etablissements durchgemacht und ausprobiert.
Begonnen habe ich mit Telefonsex; dann Zuhause Fotos machen lassen; Zuhause „nur bis Französisch“; dann alles; weiter mit Massagen in irgendwelchen getarnten Kosmetikstudios; Flatrateclubs; Laufhaus; …
Zwischendrin war ich berufstätig; mal Teil-, mal Vollzeit.
Manchmal war ich nebenher im Gewerbe tätig; manchmal „grundsolide“.
War ich nun eine Hobbyhure? Oder war ich Professionelle? Und wie definiert man das? Ist man es im Verhalten? Oder ist man es im Herzen?
Ich für meinen Teil denke, ich war einfach eine aufgeschlossene, lustvolle Frau mit Spaß an Abwechslung.
Der einzig wirkliche Unterschied ist, daß man als Anfängerin absolut keine Ahnung hat von „üblichen Preisen“ und von den verdammt gemeinen, oft gefährlichen Tricks mancher „Arschloch-Gäste“, die beim Doggy das Kondom abmachen, ständig Grenzen überschreiten oder einen bzgl. des Honorars abziehen wollen.
Mir drängt sich bei diesen „Hobbyhuren-Gesuchen“ immer der Gedanke auf, daß da wieder so ein A-Loch ein dummes Hühnchen sucht, mit dem es seine fiesen Spiele spielen kann.
Ein fairer, korrekter Mann hat keine Angst vor einer Professionellen.
Er zieht sie nicht ab – somit hat sie ansich keinen reellen Grund, einen unguten Service zu machen. Und WENN, dann ist ER im Recht.
Ob der Akt nun im Auto; in der Privatwohnung einer Frau oder in einem eigens für Sex ausgestatteten Raum vollzogen wird, sollte bei gemütlicher, sauberer Ausstattung keine große Rolle spielen – es sei denn, einer will durch Kenntnis der privaten Adresse einen Vorteil erlangen.
Huren sind nicht zwingend ungeiler und weniger lustvoll als „Hobbyhuren“.
Sie kennen nur die Tricks der Idioten besser und wehren sich.
Wenn ein Mann weiß, wie eine Frau erregbar ist (sexuell), dann läßt sich auch eine Professionelle durchaus manchmal gern in große Höhen beamen.
Dies setzt jedoch voraus, daß man sich auf den Mann verlassen kann; daß er aufrichtig ist; daß er selbstverantwortlich ist und daß man sicher sein kann, er hält sich an vorher getroffene Absprachen.
Wo also ist der Kick, den „Hobbyhuren“ verursachen?
Jenny
Eben bekam ich eine Anfrage für ein Mail-Interviev von“Sex-Mister”.
Ich habe es angenommen und seine Fragen umgehend beantwortet. Vielleicht interessiert Euch das ja auch:
- Wo und wie empfängst du deine Kunden?
Wahlweise in Fürth in einem Appartement ohne Termin oder auch in Heilbronn im Zuge eines Haus- oder Hotelbesuchs (diese jedoch nicht unter 1 Std.). Dieses jedoch nur noch, wenn sie am Telefon sehr nett sind und mich, samt meiner Vorgaben achten und respektieren. In Heilbronn lebe ich und sehe diese Zeit als Freizeit. Wer hier einen Termin mit mir haben mag, muß sich nach MEINEM Leben richten.
2. Wie geht deine Familie mit deinem “Hobby” um?
Ich spiele mit offenen Karten. Meine Tochter weiß seit 3 Jahren von meiner Tätigkeit und kommt gut damit klar. Wobei ich nicht damit hausieren gehe und versuche, damit diskret zu bleiben.
3. Welche “Dienste” bietest du und was müssen deine Kunden dafür bezahlen?
Ich arbeite ausschließlich safer, was viele merkwürdigerweise mit „verklemmt“ assoziieren. Auch mag ich Natursektferkeleien; gehe bis Kaviar aktiv. Auch Termine mit Frauen/Paaren; Fuß- und Strumpferotik.
Finanziell in Fürth ab 30€ für eine Intimrasur beim Mann, bzw. eine Handentspannung, bei der ich mich nicht ausziehe. Die Stunde liegt sowohl in Heilbronn, als auch in Fürth bei 120€
4. Was sind für dich absolute No-Gos?
SM, Kinder; Tiersex (kommen öfter Anfragen, als man denkt), Rollenspiele, Analverkehr bei mir nur gegen horendes Entgeld und nur, wenn jemand öfter schon bei mir war und ich WEIß, mit wem ich es zu tun habe.
5. Hast du einen Partner, und wenn ja, wie geht er mit deinem “Hobby” um?
Nein, ich bin single im Moment. Aber ich sage, was ich mache und wenn ein Mann nicht damit umgehen könnte, würde daraus keine Beziehung werden.
6. Wie lange machst du dieses “Hobby” schon?
No comment
7. Ab welchem Alter, glaubst du, könnte dieses “Hobby” nicht mehr rentabel für dich sein?
Ich bin überzeugt, es gibt für JEDE Altersstufe Gäste. Ich denke nicht, daß ich jemals damit aufhören würde.
Was ist „rentabel“? Für ein „normales Leben“ braucht man vielleicht 1500€; dann hat man irgendwann dazu noch die Rente. Das sollte erreichbar sein, selbst wenn man 70 ist…
8. Wie ist es überhaupt dazu gekommen, dass du dieses “Hobby” auslebst?
Ich mochte Sex schon immer. Irgendwann wurde es mir zu blöd, daß Männer einen immer nur ficken wollen und dann nie mehr anrufen. Da dachte ich, wenn sie einen ohnehin nur benutzen wollen, dann können sie auch dafür bezahlen. So ist es wenigstens irgendwie ausgeglichen.
9. Lernst du deine Kunden ein wenig persönlich kennen, bevor es dann zur Sache geht?
Kommt darauf an, wie der Mann „tickt“. Manche Männer brauchen das selbst, daß ein bißchen Nähe entsteht; Vertrautheit; gute Stimmung.
Andere wollen nur kurz „in einer Frau wichsen“. Denen ist es wurscht, wessen Loch vor ihnen liegt.
Ich mag erstere lieber und finde es entspannter, wenn man sich zuerst etwas näher kommt.
10. Was für ein Kundenkreis hast du so und kennst du die Gründe, weshalb sie ihre Sexualität (zumindest teilweise) bei dir ausleben?
Sehr durchwachsen. Aber oft Männer +/- 50; lang verheiratet; kaum noch Erotik und Zärtlichkeit. Sie suchen ein bißchen Wärme und Geborgenheit – weniger den Sex. Einfach mal wieder „Mensch-sein“ und entspanntes Genießen. Ich mag sie sehr gern.
11. Ist es schon vorgekommen, dass ein Kunde im letzten Moment wortwörtlich den “Schwanz eingezogen” hat?
Eher selten. Meist bin ICH es, die den Gast zum Gehen bittet, weil es sich nicht gut anfühlt im Vorfeld.
12. Was tust du, damit sich deine Kunden bei dir wohlfühlen?
Erst mal sitzen; was trinken; bißchen reden; die Aufregung loslassen und entspannen. Sich in die Situation einfühlen und spüren, ob es sich gut anfühlt. Und DANN entscheiden, ob man bleibt – oder auch nicht. Und DER MANN entscheidet, wie lange. Ich hab noch nie versucht, einen Mann zum länger-bleiben zu animieren.
13. Was macht dich als “Hobbyhure” aus, weshalb deine Kunden gerne zu dir kommen?
“Hobbyhure“ – das ist für mich ein Schwachsinn in sich. Klar, gibt es Frauen, die einen soliden Beruf ausüben und sich „nur“ was nebenbei verdienen. Aber deshalb macht es die Hure noch lange nicht zur „Hobbyhure“. Ein absolutes Unwort.
Manche Frauen machen den Job ungern – und in unterschiedlichen Varianten mehr oder weniger gezwungen.
Andere machen ihn gerne und mehr oder weniger gut.
Was macht den Job zum Hobby? Mit einem Hobby verdient man kein Geld……
Ich denke, Gäste kommen gerne wieder, wenn sie sich angenommen fühlen; wenn sie sich ernst genommen fühlen und gut aufgehoben. Und hierfür sollte man vielleicht besser WISSEN, was man tut – und nicht „hobbymäßig“ irgendwie rumwurschteln….
14. Kommst du auch manchmal in den Genuss eines Orgasmus?
Sicherlich – öfter und gerne.
Es wird nur schwer, wenn ein Mann gut leckt und nimmer aufhört. Dann hat man mit ihm vielleicht 4 oder 5 Höhepunkte – und der nächste Mann erwartet das dann auch.
Dann beginnt es, anstrengend und überreizt zu werden.
Manchmal ist weniger des Guten besser…..
15. Woran denkst du, wenn dir ein Kunde so gar nicht optisch gefällt?
Ich habe in dem Job die Irrelevanz der Optik schnell begriffen.
Viel wichtiger ist Feingefühl; Zärtlichkeit und Hingabe. Ebenso unwichtig wie Optik, ist Alter.
Ich hatte schon gigantisch guten Sex mit 90-jährigen Männern…..
16. Welche Sexualpraktiken bevorzugen deine Kunden besonders?
Oralverkehr – beidseitig.
Geschlechtsverkehr (in doggy) kommt hier erst mit riesen-Abstand…
17. Was machst du, wenn du einen Termin mit einem Kunden hast und deine Lust sich auf dem Nullpunkt befindet?
Wenn ein Mann sich nicht wie ein großmotorischer Schlachter verhält, kommt die Lust schon im Bad, wenn ich ihn nackt sehe, von alleine…. Ich HABE einfach die entsprechende Libido und bin froh darüber.
18. Wenn du deinen Traummann kennen lernen würdest, könntest du dir vorstellen, ihm zuliebe dein “Hobby” aufzugeben?
Ein klares NEIN.
Das habe ich ein Mal getan und daraus gelernt. Mich nimmt man entweder wie ich bin, oder garnicht.
19. Was macht für dich guten Sex aus?
Tiefe; Leidenschaft; Hingabe; Animalismus; Authentizität
- wobei sich das in unserer „zivilisierten Welt“ kaum noch einer umzusetzen wagt. Schade drum….
20. Leistest du dir etwas besonderes für das Geld, was du durch dein “Hobby” verdienst?
Ich leiste mir die Freiheit, zu leben, wie ICH es will. Kein Chef, der mich drangsaliert mit unsinnigen Vorschriften und Pflichten; kein Zeitdruck; kein Müssen.
Ich brauche nicht viel; kein Luxus; kein Urlaub; kein Haus oder sowas. Ich leiste mir ein Leben ohne das Gefängnis der Zwänge.
Nachdem ich nun immer wieder angefragt werde, nach Analverkehr – nur weil in irgendeinem Inserat steht, daß ich AV aktiv anbiete – möcht ich hier doch gerne mal Kommentare von Euch lesen….
Ich empfinde es als absolut verwirrend, daß manche Anzeigenplattformen meine ganzen Sätze in irgendwas mit aktiv oder passiv abkürzen.
Ich kann der Logik dieser Aussagen selbst oft nicht folgen. Ihr?
Ich stelle mir dann immer ein Szenario vor. Z.Bsp. Natursektspiele.
Der Mann liegt PASSIV auf dem Rücken und ich bin über ihm, hocke AKTIV und uriniere AKTIV.
Liege ich PASSIV unter ihm, ist ER aktiv und uriniert.
Ebenso mit Analverkehr.
Wenn ich passiv daliege und mich vom aktiven Mann anal nehmen lasse, biete ich AV PASSIV an.
Liegt der Mann passiv da und ich verwöhne ihn AKTIV mit Fingern oder Spielzeug, biete ich AV AKTIV an.
Oder in welcher Art versteht ihr das?
Weshalb sollte AV aktiv bedeuten, daß ich hinliege und mich anbiete? Ist das Anbieten AKTIV????
Ich bitte diese Plattformen nicht, mein Angebot abzukürzen; die tun das autonom. Ich vermute, daß sich da keiner wirklich sicher ist, wie herum was gemeint ist.
Seid IHR sicher?
hat ein lieber Mensch einmal alle möglichen Abkürzungen zusammen getragen. Ich hab selbst noch nicht nachgesehen, wie ER aktiv/passiv definiert.
Aber ich würde gerne einmal EURE Sicht lesen….
Liebe Grüße, Jenny