Philosophisches
Sternzeichen; Horoskope; Astrologie….. – meist gilt dieser “Hokuspokus” eher als “Frauenthema”.
Nur sehr wenige Männer befassen sich damit intensiv, bzw. sind diesbezüglich neugierig und offen.
Manches Mal finden sich in Freierforen aber auch diesbezügliche Anmerkungen in Berichten.
Vornehmlich zielen diese Berichte auf die Qualitäten von Skorpion-Frauen; deren Lust, Trieb, Ungehemmtheit und Tabulosigkeit.
Somit haben offensichtlich auch Männer ein Gefühl dafür, daß manche Sternzeichen wohl doch anders sind, als andere.
Nun bin ich zwar keine Skorpionfrau – aber ich bin Zwilling. Und das gerne.
Ich bin neugierig, aufgeschlossen, kommunikativ und ich mache gerne neue – auch bislang unvorstellbare – Erfahrungen.
Ich mache jedoch ungerne immer wieder dieselben, bereits gelernten und verstandenen unguten Erfahrungen.
Anfangs dachte ich, das kann doch garnicht sein, daß man ein Sternzeichen prinzipiell nicht versteht, bzw. mit dessen Art der Umsetzung von Sexualität nicht zurecht kommt.
Anfangs dachte ich, ich sei evtl. “vorbelastet” durch manche Antworten eines Gastes; durch meine eigenen Vorbehalte; mein eigenes Denken; meine eigene Erwartung an das Kommende.
So hörte ich auf, gewisse Fragen im Vorfeld zu stellen.
Allerdings stellte ich dadurch fest, daß dies keinen Unterschied macht.
Wenn ein Zusammensein für mein Gefühl sehr eckig und mit Mißverständnissen erfüllt verlaufen ist, dann kann ich inzwischen 150% sicher sein, immer auf das selbe Sternzeichen getroffen zu sein – auch, wenn ich das vorher nicht wußte.
Auch Mails, welche gerne erst Wochen nach dem Treffen an mich geschickt werden mit Inhalten wie
* Du lügst auf deiner Homepage – das stimmt doch alles so gar nicht.
* Ich empfehle dir, x und y von der Homepage völlig zu streichen – so habe ich das nicht bekommen
(es war “so” vorher auch garnicht abgestimmt)
* Deine Fotos sind doch garnicht aktuell. Nimm sie von der Seite.
(bei meinen FAQ steht, daß die Fotos teils aus 2009 sind – man weiß dies also)
* Du bist doch garnicht so warmherzig und lustvoll – sei gefälligst ehrlich auf deiner Homepage.
(nein, wenn ich gebissen, gezwickt, gekniffen und wund gerubbelt werde und man meine Bitte um andere Art der Stimmulation ignoriert, dann bin ich gewißlich nicht mehr warmherzig. Ist das verwerflich?)
* Ich bin mir sicher, ich bin dir in keinster Weise negativ aufgefallen und ich habe mich absolut korrekt verhalten – deshalb ist dein schlechter Service besonders verwerflich.
(Wenn dem so wäre, hätte ich mich nicht derart zurück gezogen und Berührungen vermieden. Auch hätte ich nicht mehrfach gesagt, daß mir diese “Zärtlichkeiten” nicht gut tun)
Und so Weiter……
Es ist für mich immer wieder traurig und schade, wenn das passiert.
Meine Philosophie ist eine andere – aber mit manchen Menschen ist es, als spräche man verschiedene Sprachen und keiner ist in der Lage den anderen zu verstehen.
Der Mann empfindet sich als besonders einfühlsam – und ich fühle mich zum Davon laufen, weil seine “Zärtlichkeit” für mich einfach nicht “zart” ist.
Dies ist scheinbar nicht zu ändern – aber vielleicht zu vermeiden.
Ich stehe hier offiziell und öffentlich dazu, daß ich mit Männern, welche im Sternzeichen Fische geboren sind, nicht zurecht komme.
Ich bitte darum, daß sich Fische-Männer besonders gut überlegen sollten, mich zu besuchen.
Speziell jene, welche bereits Tantra-Seminare, Entspannungs-Wochenenden oder ähnlich Spirituelles erlebt haben und ihre Fähigkeiten gerne an mir zum Ausdruck bringen möchten.
Jenen Männern ist anzuraten, sich eine andere Dienstleisterin zu suchen – ich kann nahezu garantieren, deren hochgesteckten und unrealistischen Erwartungen nicht gerecht zu werden.
Auch empfinde ich herrisch und befehlend formulierte “Ratschläge” in Mails als nicht angemessen und deutlich aus der falschen Perspektive verfaßt.
Sollte man nun glauben, es sei doch einfach, beim Sternzeichen zu schwindeln, so kann ich nur betonen, daß man dennoch spürt, daß Disharmonien vorhanden sind.
Und somit schneidet sich der Mann bewußt und eigenhändig selbst ins Fleisch.
Und ich lasse mich nicht in die Garantiepflicht nehmen, “professionell” genug zu sein, alles mit mir machen zu lassen für Geld.
In diesem Punkt bin ich gerne unprofessionell und menschlich.
Karin
Ich hab doch wieder mal richtig gute Arbeit geleistet…
Da hab ich gestern in einem Anflug von Aufräum-Wahn gedacht, ich könnte doch auch mal wieder mein Laptop “aufräumen”…
Ich kann nur jedem der keine Ahnung hat anraten, die Finger weg zu lassen von sowas.
Logisch…. man redet sich ein und hofft inständig, daß man irgendwo doch weiß, was man tut.
Man hofft, daß schon alles gut gehen wird und anschließend alles besser ist.
Hmpf….
Heute Morgen dann sagt mir mein PC, daß ich die Auswahl hätte zwischen F1 und F2 – was auch immer er mir in Englisch zu sagen versuchte – ich habs jedenfalls nicht verstanden.
Beim 2. und 3. Versuch ihn hochzufahren kam genau das selbe Ergebnis.
Hm….Bios und wie auch immer die Innereien eines Laptops heißen mögen sind mir leider Böhmische Dörfer….
Ich hab dann beschlossen, seine Arbeitsverweigerung zu akzeptieren und mir auf die Schultern zu klopfen – Aufräumen erfolgreich abgeschlossen. Nichts wird mehr gefunden und alles Wichtige ist verräumt oder weg geworfen.
Ich hab dann gegen 10h den Herrn erreicht, in dessen Laden ich vor fast 3 Jahren das Lapi gekauft hatte und um Hilfe gebeten.
Und wie das dann ja immer so ist – unter “Anleitung” fuhr er dann auch problemlos hoch.
Ok – in Anbetracht der Tatsache, daß mein Laptop nun seit bald 3 Jahren ohne jede Inspektion, Pflege und update zuverlässig gelaufen ist, hab ich dann doch einen Termin vereinbart, damit er sich einmal wohlwollend kümmern kann, daß das Gerät auch die nächsten 3 Jahre zuverlässig läuft.
Auch in Anbetracht der Tatsache, daß ich später dann festgestellt habe, daß ich mir zumindest meinen kompletten “sound” zerschossen hab.
Aber nun dudelt wenigstens kein Ping oder Klong unverhofft aus der Ecke – aber halt auch keine Musik mehr….
Radio kann ich dennoch bieten bis zur Instandsetzung meiner üblichen Hintergrundmusik. Und ab nächsten Donnerstag (nicht morgen) ist dann auch wieder alles wie gehabt.
Ich bin am Mittwoch, den 01. Februar 2012 nicht hier.
Ich habe privat in Heilbronn zu tun; bin nicht buchbar – und lasse auf dem Weg dann auch gleich das Laptop warten.
Ah – und nachdem ich diesen Text ja eigentlich schon heute Früh publizieren wollte….. Sollte jemandem aufgefallen sein, daß heute zeitweise meine Seiten entweder gänzlich off waren oder teils irgendwie unzuverlässig funktioniert haben:
Mein Hoster hatte heute Serverumzug.
Und ich möchte mich bedanken, daß das doch richtig gut geklappt hat.
Es dürfte jetzt alles wieder genau so zuverlässig laufen, wie bisher.
Liebe Grüße, Karin
Es wird erzählt, dass alle Gefühle und Qualitäten der Menschen ein Treffen hatten.
Als die Langeweile zum dritten Mal gähnte, schlug der Wahnsinn, wie immer sehr gewitzt vor: “Lasst uns Verstecken spielen!” Die Intrige hob die Augenbraue, und die Neugierde konnte sich nicht mehr zurückhalten und fragte: “Verstecken? Was ist das?” “Das ist ein Spiel”, sagte der Wahnsinn. “Ich verstecke mein Gesicht und fange an zu zählen, von eins bis Tausend.
Inzwischen versteckt ihr euch. Wenn ich das Zählen beendet habe, wird der erste von euch, den ich finde meinen Platz einnehmen um das Spiel danach fortzusetzen”. Die Begeisterung und die Euphorie tanzten vor Freude. Die Freude machte so viele Sprünge, dass sie den letzten Schritt tat um den Zweifel zu überzeugen und sogar die Gleichgültigkeit, die sonst keine Interessen hatte, machte mit. Aber nicht alle wollten teilnehmen: Die Wahrheit bevorzugte es, sich nicht zu verstecken, wozu? Zum Schluss würde man sie immer entdecken und der Stolz meinte, dass es ein dummes Spiel wäre (im Grunde ärgerte er sich, dass die Idee nicht von ihm kam) und die Feigheit zog vor, nichts zu riskieren. “Eins.., zwei….,drei …vier….”, der Wahnsinn begann zu zählen.
Als erste versteckte sich die Trägheit, die sich wie immer hinter den ersten Stein fallen ließ. Der Glaube stieg zum Himmel empor und die Eifersucht versteckte sich hinter dem Schatten des Triumphes, der es aus eigener Kraft geschafft hatte, bis zur höchsten Baumkrone zu gelangen. Die Großzügigkeit schaffte es kaum sich zu verstecken, da sie bei allen Verstecken, die sie ausfindig machte, glaubte, ein wunderbares Versteck für einen ihrer Freunde gefunden zu haben.
Ein kristallklarer See… ideal für die Schönheit. Der Spalt eines Baumes… ideal für die Angst. Der Flug eines Schmetterlings… das Beste für die Wolllust.
Ein Windstoss… großartig für die Freiheit… und sie versteckte sich auf einem Sonnenstrahl.
Der Egoismus dagegen fand von Anfang an einen sehr guten Ort, luftig, gemütlich… aber nur für ihn allein. Die Lüge versteckte sich im Meeresgrund (stimmt nicht, in Wirklichkeit versteckte sie sich hinter dem Regenbogen). Die Leidenschaft und das Verlangen, im Zentrum des Vulkans.
Die Vergesslichkeit… ich habe vergessen wo sie sich versteckte, aber das ist nicht so wichtig.
Als der Wahnsinn 999 zählte, hatte die Liebe noch kein Versteck gefunden. Alle Plätze schienen besetzt zu sein… bis sie den Rosenstrauch erblickte und gerührt entschloss, sich in seinen Blüten zu verstecken. “Ein Tausend”, zählte der Wahnsinn und begann zu suchen.
Die erste, die entdeckt wurde, war die Trägheit, nur drei Schritte vom ersten Stein entfernt. Danach hörte man den Glauben, der mit Gott im Himmel über Theologie diskutierte. Die Leidenschaft und das Verlangen hörte man im Vulkan vibrieren.
In einem unachtsamen Moment fand er die Eifersucht und so natürlich auch den Triumph. Den Egoismus brauchte er gar nicht zu suchen, ganz allein kam er aus seinem Versteck, das sich als Bienennest herausstellte.
Vom vielen Laufen empfand er Durst und als er sich dem See näherte, entdeckte er die Schönheit. Mit dem Zweifel war es noch einfacher, er fand ihn auf einem Zaun sitzend, da dieser sich nicht entscheiden konnte, auf welcher Seite er sich verstecken sollte.
So fand er einem nach dem anderen. Das Talent hinter dem frischen Gras, die Angst in einer dunklen Höhle, die Lüge hinter dem Regenbogen (stimmt nicht, sie war im Meeresgrund) und sogar die Vergesslichkeit… die schon wieder vergessen hatte, dass sie Verstecken spielte.
Nur die Liebe tauchte nirgendwo auf.
Der Wahnsinn suchte hinter jedem Baum, in jedem Bach dieses Planeten, auf jedem Berg und als er schon aufgeben wollte, erblickte er die Rosen. Mit einem Stöckchen fing er an die Zweige zu bewegen, als auf einmal ein schmerzlicher Schrei aufkam.
Die Dornen hatten der Liebe die Augen ausgestochen.
Der Wahnsinn war hilflos und wusste nicht, wie er seine Tat wieder gut machen sollte. Er weinte, entschuldigte sich bei ihr und versprach der Liebe, für immer ihr Begleiter zu sein.
Seit dieser Zeit, seitdem das erste Mal auf Erden Verstecken gespielt wurde, ist die Liebe blind und der Wahnsinn immer ihr Begleiter.
(unbekannt)
Quelle:
Ich habe diese Geschichte in einem Blog gefunden und möchte ihn hier gerne verlinken.
Auch wenn man sich vorstellen könnte, daß ich am Wochenende Besseres zu tun habe (hab ich auch), so ging mir das Wochenende über bei einer Autofahrt etwas durch den Kopf, das mir hier und anderswo schon öfter aufgefallen ist….
Ich rede sehr gern über mich als “Sexworker”.
Genau genommen bin ich ein bißchen auf der Suche nach einem noch passenderen Begriff für das, was ich als meine Berufung betrachte.
Wenn in Foren das Wort “Sexworker” fällt, folgen des öfteren Bemerkungen darüber.
Es wird geäußert, daß man doch bei “Hure” bleiben sollte; was denn der ganze neumoderne Kram eigentlich soll; ob man denn nicht aufhören sollte, Dinge schön zu reden und ähnliches.
Prostitution ist mit dem Internet; dem Blühen diverser Clubs und verschiedenster Formen von Etablissements sehr vielseitig und unterschiedlich im Angebot und Hintergrund (Zweck der “Verrichtung” und Hintergrund der Anbieterinnen) geworden.
Früher gab es Straße, Privatwohnung und Laufhäuser.
Blasen und Verkehr gab es in allen 3 Angeboten – lediglich mit anderem Niveau und Preis.
Irgendwann kam “Escort” dazu – die “Krone” aller Ficke**i”
Mit der Emanzipation der Huren und mit der Vielfalt von Werbemöglichkeiten und vielleicht auch zunehmender Intelligenz und Selbstbestimmung der Anbieterinnen nimmt die Vielfalt von Angeboten zunehmend an Breite zu.
Ich dachte so übers Wochenende, daß es wohl in keinem Forum irgendeinen Menschen gibt, der ein Problem damit hat, Busfahrer von Taxifahrern; von Kurierfahrern, LKW-Fahrern, Fernfahrern, Leichenwagenfahrern, Krankenwagenfahrern, ….. zu differenzieren.
Ebenso wie es völlig legitim ist, Bäcker von Konditoren,von Partisseuren und Konfisseuren zu differenzieren.
Mehr Beispiele möchte ich der Langatmigkeit halber nicht aufführen – aber es dürfte sehr viele davon geben.
Weshalb nun also sollten sich die Anbieter und Anbieterinnen von erotischen Dienstleistungen nicht ebenso von einander differenzieren dürfen?!
Wenn ich nun heute beschließe, daß ich keine Hure bin (weil ich “normal halt” nicht anbiete) und mir ausdenke, ich bin Body&Soul Erotik Worker dann heißt es vermutlich, ich wöllte nur das Kind nicht beim Namen nennen.
Wenn mich aber Freier anrufen und “ficken,blasen” verlangen und ich darauf hin sage, sie seien falsch – dann behaupten wiederum die, ich sei gar keine Hure.
Ist es denn nicht letztlich an der Zeit, daß sich Sexworker positionieren und auch deffinieren in jenem Bereich, der ihnen liegt?!
Ist es denn dann nicht sogar wichtig, sich Berufsbezeichnungen auszudenken, die ihr Arbeitsfeld deutlich beschreibt und offensichtlich macht, was angeboten wird?!
Nicht jede Sexworkerin bietet “normal halt” an.
Für mich wäre “normal halt” ein Analfisting beim Gast mit NS und abschließender Handentspannung.
Wenn ich dies jedoch bei jedem “normal halt-Anrufer” auch tun würde, ….. – ich bin überzeugt, die meinen ein anderes Normal.
Eine Tantra-Frau hat garantiert ebenso ein völlig anderes Normal.
Und die Frauen in Massagestudios ebenso.
Liese man Frauen in Clubs ihr eigenes Normal umsetzen, würde wohl auch jede etwas anderes tun.
Somit ist für mich die Suche nach neuen Berufsbezeichnungen in der Sexarbeit kein Schönreden oder Verschweigen von Tatsachen.
Ich glaube eher, es ist notwendig.
Sehe nur ich das so,oder gibt es noch andere?
Karin
Eigentlich glaube ich, daß hierzu bereits oft genug geschrieben wurde.
Und eigentlich dachte ich, daß auch auf meiner Homepage bereits genug dazu geschrieben steht.
Und dennoch:
Wie oft öffne ich eine Mail oder nehme das Telefon ab – und bevor irgendwo etwas Höfliches steht, kommt genau DIESE Frage:
Wie läuft “sowas” denn ab?!”
“Sowas”…… – hm….
Schon alleine die Formulierung hat etwas Beängstigendes.
Etwas Kaltes, Nüchternes und Warnendes….
Als sei ein Besuch bei einer Sexworkerin so etwas wie ein Opfer….
Der Mann kommt herein, bezahlt seinen Obulus und wird danach von der SW vereinnahmt, benutzt, beeinflußt, manipuliert – und womöglich gefressen.
Und der Mann hat zu all dem nichts zu sagen.
Zugegeben – bei manchen Berichten in Freierforen könnte man tatsächlich glauben, daß es oft wirklich und wahrhaftig so ist.
Aber das ist doch genau der Grund, warum ich letztlich nur Gäste einlade, die meine Homepage auch kennen.
Es gibt doch im www wahrhaft ausreichende Möglichkeiten für die Männer, um sich vorab zu informieren und sich vorab ein Bild zu machen – anstatt reinzulaufen und hinterher zu klagen.
Tja… – wie läuft es nun also ab, das “Sowas”?!
Letztlich hat das – zumindest bei mir – der Mann in der Hand.
Er ist es doch, der den von mir gesteckten Rahmen kennt und für Gut befunden hat – sonst würde er nicht anrufen (das gilt zumindest für jene Männer, die ich tatsächlich gerne hier haben mag).
Somit ist meine Grenze vordeffiniert und braucht nicht weiter erörtert zu werden.
Er kennt meine Öffnungszeiten, Honorar, Angebot und Tabus – hiernach kann er sich ausrichten.
Der Gast kennt also sein Zeitfenster und seine finanziellen Möglichkeiten – somit ist er es, der mir sagt, wann er denn gerne für wie lange kommen mag.
Er weiß, was er mag und tun möchte – somit ist er es, der mir sagt, wie er sich das Zusammensein vorstellt.
Er weiß, was er ggf. gerne einmal ausprobieren mag – somit ist er es, der mir hier seine Grenzen nennt.
Meine berufliche Einstellung gibt mir die Möglichkeit, an Tag und Uhrzeit andere Vorschläge zu machen oder auch schlicht einen Gast abzulehnen, weil er mir in seiner Art widerstrebt.
Und beim Termin die Aufgabe, zu versuchen ihm das zu ermöglichen, was er sich wünscht.
Letztlich ist offensichtlich, welche Art von Gästen ich präferiere und daß ich es als fest in Offenbach ansässige SW bevorzuge, angenehme Stammgäste zu begrüßen – anstatt durchlaufender Unsympathen.
Es ist mir wichtig, in einem Gespräch zu klären, welche Vorstellungen der Mann mitbringt und es ist mir wichtig, sich wenigstens ein bißchen im Vorfeld kennen zu lernen.
Auch ist es wichtig, daß man nur dann zusammen kommt, wenn man sich miteinander wohl fühlt.
Dies merkt man bereits innerhalb der ersten Minuten beim Kaffee/Wasser und kann sich so auch ggf. wieder trennen.
Ich hoffe, hiermit nun alle Unklarheiten beseitigt zu haben.
Karin
Grad eben rief wieder ein Mann an.
Kein Name; kein Hallo; keine Höflichkeit.
Stattdessen ein genuscheltes “Ich hab Ihre Anzeige gesehen und will Sie sehen. Sie haben doch da so ne coffee-time oder so….. Wann?”
Egal, was ich gesagt hab, oder gefragt – es wurde genuschelt und es war nichts Konkretes herauszubringen.
Ich sagte, bevor ich einen Termin vergäbe, würde ich doch zumindest gerne einmal den Vornamen erfahren….. – nichts.
Ob er denn auch meine Seite gelesen hätte und wüßte, was ich anbiete und wie ich so ticke….
“Fußerotik” – das war das Einzige, das er daraufhin nuschelte…..
Ich muß zugeben… – wenn man den Beruf nicht vordergründig des Geldes wegen macht; wenn man nicht geldgeil und wahllos ist…. – dann machen es einem solche Männer verflixt schwer, einen Grund zu finden warum man gerade ihn denn gerne treffen wollen könnte…..
Klar – es war ja alles gesagt, was ich wissen mußte:
Er wollte pay6; Fußerotik und ich sollte ihm sagen, wann, wo und wie lange….
nur…. – das tue ich nicht.
Ich wünsche mir Gäste, die freiwillig kommen.
Gäste, die wissen, weshalb sie gerade zu mir kommen mögen.
Gäste, die die “Zähne auseinander bekommen” und mir gerne sagen mögen, was sie sich denn von mir wünschen – damit ich ihnen denn auch geben kann, wovon sie träumen.
Gäste, die selbst bestimmen, wie viel Geld ihr Budget denn hergibt und die nach einem Besuch bei mir das Gefühl haben können, es war gut. – und sich nicht die Frage stellen müssen, wovon sie denn nun wohl tanken sollten…
Auch möchte ich mich mit meinen Gästen wohl fühlen; eine gute Zeit verbringen und das Gefühl haben “es paßt”.
Nun gut…. – nachdem ich von diesem Anrufer nun doch gerne ein paar Sätze mehr gehört hätte, nuschelte er dann, er rufe wohl besser anderwann nochmal an.
Er sei noch im Büro und da könne man nicht so gut reden…..
- was dann auch das kaum verstehbare Genuschel erklärte. Nicht jedoch, weshalb er mir nicht mal seinen Vornamen sagen wollte…
Ein anderer Anrufer, der mir mit seiner ungewöhnlichen Telefonnummer auffiel und den ich danach fragte, leitete das Gespräch mit den Worten “Du brauchst keine Angst zu haben” ein….. – was natürlich auch nicht gerade vertrauensfördernd ist. Auch nicht, wenn hinzu kommt, daß er sehr lange gebraucht hatte, bis er seinen Vornamen “wußte”…..
Manchmal finde ich es schon etwas eigenartig, in welcher Weise oder unter welchen Vorraussetzungen Männer bei Sexworkern anrufen.
Im Büro – wenn laufend Mitarbeiter herein stürmen
Im Auto – bei 180 auf der Autobahn
Auf der Toilette – kurze Pause in einer Arbeitsbesprechung
In der Fußgängerzone – wenn die Frau grad im Kaufhaus bummelt
Die Voraussetzungen sind verdammt ungünstig, wenn man über seine sexuellen Vorstellungen sprechen soll oder sich einen Zettel zur Hand nehmen, um eine komplizierte Anschrift zu notieren….
Schade manchmal… – pay6 ist nicht immer derart oberflächlich, anonym und zackzack, daß man solche Dinge “nebenher” vereinbaren sollte.
Karin
*Lächel*….. was ist das eigentlich?!
Wie oft bekommen Sexworker wohl e-mails mit Einzeilern wie “Kannst Du geil fi**en?”
Oder “Bist Du gut begehbar?” oder auch “Kannst Du gut bla*en?”
Gut auch die Frage “Gehst Du gut ab?”
Ich hab mir früher oft Gedanken drum gemacht, was man da wohl antworten könnte – oder besser:
Was ERWARTET solch ein Mann denn wohl für eine Antwort?
Was ist “geiler Sex” denn überhaupt?
Wie definiert man ihn denn?
Letztlich gibt es sehr viele Männer, für die ist geiler Sex, wenn man das Kondom weg läßt.
“Geil” ist immer dann, wenn eine Frau ihr Hirn – so überhaupt vorhanden – für eine Zeit in den Schrank legt und dem Mann suggeriert, sie will ALLES von ihm.
ALLES – das heißt in jedem Fall sein Sperma.
Auch seine Zunge und seinen Speichel.
Und auch, sie will alles GEBEN.
Ihre Intimität; ihre Gesundheit; alle ihre Körperöffnungen; ….
“Geil” bedeutet für viele Männer (vielleicht auch Frauen, aber davon kenne ich zu wenige), daß man sämtliche Risiken und Hemmungen ignoriert und völlig zum Tier wird.
Man soll einen Mann derart “begehren”, daß man ihn schlucken will; seinen Schw**z leersaugen und seine “Ars*hfo**e” auslecken und seine Spucke trinken will.
Und das natürlich nur bei IHM.
Er ist ja etwas Besonderes. Und natürlich völlig gesund.
Wenn ich als SW nun jedoch sage, daß mein Beruf es ja dann bedingen würde, dies mit JEDEM zu tun und daß es für mich nichts mit “geil” zu tun hat so etwas anzubieten, sondern vielmehr mit ausgesprochener Dummheit, dann gelte ich für viele als “UNgeil”.
Ich entspreche nicht der Gleichung Sperma+ Spucke+Dummheit=Geilheit, welche viele Menschen im Kopf für wahr halten.
Wie entsteht denn Lust?
Woher, bzw. wodurch wird man denn geil?
Ein Mann mit Erektion und Geldschein trifft auf eine SW.
Alleine dadurch wird vom Männchen oft schon vorausgesetzt, daß das Weibchen sabbernd und tropfend kaum noch zu halten ist und sich direkt auf das blanke Genital stürzt und stöhnend; seufzend und jaulend um die Gnade der Begattung fleht.
Für jene Menschen ist es vermutlich absolut unvorstellbar, daß es auch anders geil sein kann.
Daß es auch geil sein kann, sein Hirn tatsächlich auch beim Sex zu gebrauchen und durch kreatives, bewußtes und tiefes “sich-einlassen” das Gegenüber gezielt und wohltuend zu stimmulieren.
Für mich hängt auch vieles damit zusammen, ob man dem Gegenüber vertrauen kann.
Vertrauen, daß Grenzen und Tabus akzeptiert und respektiert werden.
Auch wird Sex meist “geiler”, wenn BEIDE bereit sind, sich zu öffnen; mitzumachen und Lust zu leben.
Den Spruch “Stille Wasser sind tief – und dreckig” kennen viele.
Ich habe es bereits bei vielen Männern so erlebt – und ich denke, auch ich selbst bin so dieser Typ.
Anfangs ist man noch vorsichtig; tastend; beobachtend…. man lernt sich kennen; versucht den anderen zu “fühlen” – nicht außen, sondern innen – und kommt sich näher.
Man beginnt, sich zu trauen; sich zu VERtrauen; sich zu öffnen und sich ein Stück weit auch hinzugeben.
“Offenbarung”…. – das trifft es vermutlich tatsächlich recht gut.
Es ist die Chance, sich langsam aufeinander einzulassen und sich einzustellen auf die Lust; die Erotik und die Sehnsüchte des Gegenübers. Sich zu öffnen für die Lust und sich einzulassen auf den Partner des Spiels.
Und DANN ist es möglich, Konventionen zu brechen.
Und dann ist es möglich, sein Inneres raus zu lassen und Träume auszuleben, die man selten einem Menschen anvertraut.
Hingabe zu erleben – beim anderen und bei sich selbst.
DANN IST ES GEIL.
Karin
Da meine coffeetime doch immer wieder interessante, lustige, irrtümliche, dreiste und auch unverschämte Fragen aufwirft, möchte ich hier gerne etwas mehr dazu schreiben, als auf meine Homepage paßt:
Die Idee zur coffee-time entstand, weil ich oft und viele Gäste hatte, die – wenn sie schon mal hier waren – schnell merkten, daß man sich bei mir wohl fühlen und Dinge mit mir besprechen kann, für die es “draußen” meist keinen passenden Ansprechpartner gibt; für die Freunde zu wichtig und “Beratungsstellen” zu distanziert sind oder Ärzte zu wenig Zeit haben.
War man(n) erst mal hier, kam es schnell zu angeregten Gesprächen die oft sehr intim wurden und es kamen Themen auf den Tisch, deren Gedanken man schon so lange alleine wälzte, daß es gut tat, mal eine andere Meinung dazu zu hören.
So kam es vor, daß die Stundenbuchung mit Gespräch gefüllt wurde und wir BEIDE erschraken, als die Zeit um war.
Man konnte zwar verlängern und die Erotik kam dann auch nicht zu kurz – aber irgendwie war immer die Frage, wie man denn das nun berechnen könnte.
Mir selbst schien es dreist, für eine gute Unterhaltung das volle Honorar zu verlangen – und auch die Männer hatten ja garnicht damit kalkuliert und so gut sind die Zeiten nicht mehr, daß jeder grad mal 2 oder 3 Stunden voll bezahlen könnte, wo man sich doch “nur” gut unterhalten hatte.
So gingen viele Männer, ohne die 1 oder 2 Std. aufzustocken und ohne, daß ich mich hätte überwinden können, mein volles Honorar nachzuverlangen – und ich bin sicher, einige von ihnen kamen nur deshalb nicht mehr wieder, weil es ihnen rückblickend unangenehm war, das Gespräch; meine Zeit nicht finanziell gewertschätzt zu haben.
Ich hatte es schon so oft gelesen auf Escort Seiten.
Dort wird sehr oft unterschieden zwischen “Dinner-time” und “Private-time”.
Zeit für Theater/Essen und Zeit für Sex.
- gut… kochen …. das wollt ich nicht ![]()
Aber Kaffee…. den gibts bei mir immer.
Und so kam die coffee-time.
Zeit für das “angezogene-auf-dem-Sofa-sitzen-und-reden-ohne-anfassen” vor oder nach dem eigentlichen Treffen. Also immer in Bezug zu einer erotischen, voll-honorierten Zeit.
Der Gedanke war einfach, das Reden vor oder nach der Erotik finanziell ausgewogener für beide Seiten zu machen.
Ich kann leichter um eine Nachzahlung bitten, weil der Betrag fairer ist – und die Gäste können dies auch leichter tragen.
So fühlen sich beide Seiten dem Gegenüber gerechter und man kann sich ungezwungen auch mal auf tiefere Themen einlassen, ohne daran zu denken, daß die Stunde zu teuer ist.
Ich sehe dies als Entgegenkommen an jene Gäste, die gern zu mir kommen, weil ich bin wie ich bin.
So weit – so gut.
Nun gibt es immer wieder Menschen die lesen “coffee-time 60€”…. ja super!!! Geiz ist geil…..
Da ruf ich doch mal an…..
Ein Mann fragte mich mal nach coffee-time im Sinn von “Er sitzt auf dem Sofa und onaniert – 15min. also 15€” wann er denn kommen kann?
Oder “Ich hab da ein Problem. Kann ich mal 20min kommen und kurz mit dir reden?”
Oder “Ich glaub mein Penis ist “kaputt”. Kann ich mal kurz 10min. kommen und Du guckst ihn dir an?”
- diese Menschen verstehen dann immer nicht, daß ich weder ein Arzt bin, noch eine “Dr. Sommer”, wo man mal für 10€ “kurz” vorbei kommt.
Und auch das “vor-mir-onanieren” ist Erotik – auch wenn man letztlich drüber streiten kann.
Aber ganz klar ist es NICHT “angezogen auf dem Sofa sitzen und reden”.
In der Praxis habe ich nun jedoch festgestellt, daß es tatsächlich viele Gründe gibt, warum manche Menschen wirklich nur mit mir reden möchten.
Und daß sich diese Menschen durch die preislich akzeptablere coffee-time animiert fühlen, mich auch konkret zu einem Gespräch zu bitten.
Ich habe öfter Anfragen von Wohnheimen für Senioren oder Menschen mit Behinderung für ein Gespräch.
Oder Menschen aus Foren, mit welchen ich mich online gut verstehe – die mich einfach mal so gern kennenlernen mögen.
Seminare oder eine Art Beratung bzgl. Sexualbegleitung; Gespräche mit absolute beginners, die es langsam angehen wollen; ..
Männer nach Prostata-OP, die gerne wissen möchten, wie sie Ehe-intern ihre Probleme lösen können bzw. eine andere Sexualität umsetzen können.
Männer mit verschiedensten Fetischen oder auch Transsexualität, die sich Austausch wünschen
Menschen, deren Themen mich durchaus interessieren und welchen ich gerne meine Erfahrungen und mein Ohr zur Verfügung stellen mag.
So bin ich nun an jenen Punkt gekommen, zu sagen
Ich biete coffee-time auch ohne Verbindung mit einer erotischen Zeit an.
Dann jedoch für mindestens 2 Stunden – also 120€
- mein Appartement ist auch zum Reden gemütlich hergerichtet und auch ich bin nicht im Jogging; ebenso wie es den meisten Themen auch von sich heraus gut tut, wenn man Zeit mitbringt.
Liebe Grüße, Karin
Ich hab es sehr oft erlebt in Terminwohnungen oder in Wohnungen mit mehreren Mädchen und einem Betreiber.
Natursekt wurde gegen ein “Extra” von 30 – 60€ (manchmal sogar mehr) auch von Frauen angeboten, die so garnichts mit dieser Spielart anzufangen wußten, oder sich gar ekelten.
Meist wurde der nackte Gast ins Bad geführt, wo er sich in häufig verdammt unbequemer Art auf den kalten Duschenboden “falten” sollte.
Das Mädel balancierte dann irgendwie auf dem Rand und drückte ein paar Tröpfchen des begehrten Nasses über den Mann.
Fertig.
Er sollte sich dann auch bitte sofort gründlich waschen und sauber wieder ins Zimmer zum Bett kommen.
Durch diese “Aktion” ist natürlich jedwelcher erotische Effekt – so er denn überhaupt da war – völlig dahin und man beginnt im Zimmer bei Null.
Ich habe nie verstehen können, warum sich Männer mit solchen Kompromissen abfinden.
Da ich selbst auf NS-Spiele stehe, kenne ich die Phantasien und Sehnsüchte hinter diesem Wunsch und biete somit – seit ich autonom und in eigenen Räumen arbeite – Natursektspiele im Bett an.
Als safer arbeitende Dienstleisterin ausschließlich aktiv – deshalb aber gewißlich nicht weniger leidenschaftlich.
Viele Männer tragen die nassen Phantasien schon jahrelang mit sich herum und schämten sich bisher, sich jmd. anzuvertrauen.
Andere leben ihren Fetisch schon sehr lange aus.
Manche mögen es gerne im Gesicht; andere möchten drin baden; wieder andere kriegen nicht genug davon und Weitere wollen sich erst mal langsam heran tasten und ausprobieren, wo ihre Grenzen liegen.
Man kann sich gut vorab darüber unterhalten, was einen treibt; wonach es einen sehnt; was man mag – und vor allem, was nicht.
Da ich keinerlei Berührungsängste mit meinem eigenen Urin habe, genieße ich es, das Naß ins erotische Spiel mit einzubauen.
Es ist schön, einen Mann in unerwarteten Momenten; in außergewöhnlichen Positionen mit einer kleinen – auch schluckgerechten – Portion des Ersehnten zu überraschen.
Es ist schön zu sehen, wie ein Mann seine Hemmungen und letztlich auch seine Kontrolle verliert.
Es ist schön, einen Mann in Tiefe, Vertrauen und Vertrautheit zu erleben – und doch zu wissen, er kann nach diesem seelischen Ausflug unberührt wieder in sein Leben zurück.
Ich freue mich immer wieder, wenn ein Mann es wagt, seinen ersten Natursektversuch mit mir zu machen.
Zu erleben, wie er sich zunehmend weiter wagt und zunehmend mehr sein Inneres zu leben wagt.
Hiermit fordere ich auf, Träume zu leben – und nicht das Leben zu träumen.
Karin
Sozialkompetenz…. – das Wort gefällt mir
Ich bekam es letzte Woche eher beiläufig um die Ohren geschlagen.
Tja…. – und da komme sogar ich, eine erfahrene und selbstsicher auftretende, reifere Frau ins Grübeln….
Der Hintergrund….
Wie oft hab ich hier unsichere Männer sitzen; ABs oder derzeit etwas vom Leben gebeutelte Männer, die auf der Suche sind nach neuen – oder anderen Wegen, ihr Leben anzugehen.
Die “Rollenverteilung” ist klar in diesen Fällen. Und ja – ich fühle mich sicher; ich fühle mich erfahren; ich fühle mich gewachsen, ein Ohr zu haben und meine Art zu denken; zu fühlen – oder auch meine Art Probleme und Sorgen anzugehen mit diesen Männern zu teilen.
Aber hier ist mein Heim; mein Wohlfühlbereich und mein(e) Beruf(ung).
Da ist es oftmals einfach, sich sicher zu fühlen.
Für den Gast ist es oft anders – er ist (zumindest anfangs) fremd.
Derzeit gehe ICH neue Wege; mache ICH mich auf, Neues zu versuchen; bin ICH es, die in “fremde Bereiche” geht.
Und nun bin ICH es, die erlebt und erfühlt, wie es ist, nicht im eigenen Wohlfühlzentrum zu sein.
Es ist eine erstaunliche Erfahrung, einmal Mut zusammen zu kratzen und sich etwas zu trauen, vor dem man sich Jahre gedrückt hat.
Etwas zu tun, wovor man Angst hatte und womit man vor (gaaaaanz) vielen Jahren einmal schlechte Erfahrungen gemacht hat.
Einfach los zu gehen und auszuprobieren, was sich ändert zwischen “Jugendlich” und “Erwachsen”.
Und so kann ich nun also auch einmal bemerken, wie das so ist mit der Sozialkompetenz.
Und ich stelle fest, daß ich noch viel zu tun hab.
Ich denke, ABs; Menschen mit Behinderung; Sexworker; Alleinerziehende; (Arbeitslose; Alkoholabhängige; Stotterer; ……) – man muß nicht jeden aufzählen - haben irgendwie alle eine Gemeinsamkeit.
Das Leben prägt.
Erfahrungen und Zurückweisungen verletzen.
Medien schaffen ein Randgruppen-Bild.
Und irgendwann wird aus all dem, was “die Gesellschaft” behauptet – also in TV; Radio; Print oder auch was irgendwo auf der Straße getuschelt wird – mehr.
Es ist nicht mehr ein “andere denken”, sondern es wird zu einem “ich fühle”.
Es ist ungemein schwer, so sehr bei sich sein und bleiben zu können, daß man davon unberührt bleibt.
Und ich glaube, es ist egal, zu welcher “Randgruppe” man zählt – es trifft jeden gleich empfindlich.
Gerade dann, wenn man doch lieber raus ginge und Freunde fände.
Vorurteile gibt es über jede Gruppe gleich schmerzhafte.
Ich habe nicht nur bei fast allen ABs die ich kennenlernte festgestellt, daß sie meist das Selbe über sich denken.
* ich bin nicht schön genug
* mein Penis ist sicher zu klein; zu dünn; zu kurz; nicht ausdauernd genug
* ich bin nicht klug genug
* ich bin halt kein Frauentyp
* ich bin nicht interessant genug
* ich stell mich garantiert sau blöd an….
…
Dieses Denken ist schade – denn meist stimmt es schlicht überhaupt nicht.
Aber dadurch, daß man sowas über die Jahre selbst zu glauben beginnt, verhält man sich entsprechend und zieht sich zurück.
Folglich hat man keine Kontakte und folglich keine Frau – auch zukünftig nicht.
Auch, wenn man in Wahrheit durchaus ganz passabel aussieht und auch sonst ganz “normal” ist.
Es kann nur der mutige Schritt nach vorne helfen; ein Schritt hin zur Angst.
Ein Schritt dahin, wovor man am meisten Angst hat.
Und das Glück festzustellen, daß es doch ganz anders ist, als man dachte/fühlte.
Und wenns beim ersten Schritt nix hilft, dann noch den 2. oder 3. zu gehen.
Auch der Beruf der Sexworker ist bekanntermaßen mit Vorurteilen behaftet.
Und offensichtlich gibt es genug SW, die ein eher einsames, zurückgezogenes Privatleben führen.
Was soll man denn sagen, wenn man nach seinem Beruf gefragt wird?
Wie reagieren gerade andere Frauen auf eine ehrliche Antwort?
Wie oft finden das Männer dann so faszinierend, daß aus einer beginnenden netten privaten Freundschaft ein SW-/Freierverhältnis werden soll.
Oder es kommt wahlweise zum Effekt des “exotischen Tiers im Zoo”, bzw. der offenen Feindschaft gegen die “Konkurenz”.
Andererseits – es gibt auch Menschen, die entweder garnicht nach dem Beruf fragen, oder schlicht “gelassen” drauf reagieren.
Und so kann man also auch als SW an seiner Sozialkompetenz arbeiten
Ich ganz persönlich stelle fest, daß es glücklich und zufrieden macht, sich zu trauen.
Es geht mir zur Zeit verdammt gut.
Ich traue mich Dinge, die ich zwar schon immer wollte – vor welchen mich jedoch meine Angst abgehalten hat.
Der erste Schritt ist schwer – und meist hilft ja nur, wenn der Leidensdruck schlimmer weh tut, als die Angst.
Aber wenn er gelungen ist, dann möcht man eigentlich nicht mehr langsame und zögerliche Schritte machen, sondern losrennen
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Zum Thema “losrennen” muß ich jedoch sagen, daß dieses Gefühl mit Vorsicht anzugehen ist.
Ein AB, den ich kenne, bringt mich zur Zeit sehr zum Nachdenken.
Jahrzehntelang hatte ihn seine Hemmung und Angst abgehalten, sich Frauen zu nähern (er war, wie viele ABs immer nur der “gute Freund”).
Nun hatte er erste Erfahrungen mit pay6 und es gefiel ihm ausgesprochen gut.
Seine Angst und Hemmungen sind verflogen und es treibt ihn zu immer neuen Erfahrungen.
Zugegeben – Frauen sind spannend ![]()
Und jede ist anders.
Aber man kann nicht wirklich 20 Jahre Erfahrung in ein paar Wochen aufholen und man kann auch nicht ALLES erleben; ALLES fühlen; ALLES schmecken; ALLES riechen; ALLES versuchen.
Auch dann nicht, wenn man durchaus gut rennen kann.
Das Hochgefühl treibt nach vorne – der Geldbeutel klagt.
Vermutlich muß man Sozialkompetenz auch lernen…..
Oder auf eine SW treffen, die auch NEIN sagen kann.
Liebe Grüße, Karin